2:3 gegen Schwerin: Rote Raben trotzen dem Favoriten wichtigen Punkt ab

Das war ein Punkt für die Tabelle – und für die Moral

Zwar verloren die Roten Raben ihr Heimspiel gegen den SSC Palmberg Schwerin mit 2:3 (16:25, 26:24, 20:25, 25:21, 8:15), doch der Zähler, den sie für dieses Fünf-Satz-Match bekommen, kann im Rennen um die Playoff-Tickets am Ende noch ganz wichtig werden. Darüber hinaus verleiht die bärenstarke Leistung gegen den Tabellendritten, der seinen 12. Sieg in den letzten 13 Spielen feierte, viel Rückenwind für den Hauptrunden-Endspurt.

Die Anfangsformation der Roten Raben – Zuspielerin Lindsay Flory, Dayana Segovia auf Diagonal, die Außenangreiferinnen Jodie Guilliams und Alexis Hart sowie Beta Dumancic und Josepha Bock im Mittelblock, dazu Libera Tiffany Clark – bot den favorisierten Gästen im ersten Satz bis zum 11:12 Paroli, musste dann aber abreißen lassen. Über 13:18 ging dieser Abschnitt mit 16:25 an Schwerin.

Ein ganz anderes Bild im zweiten Satz: Nun standen die Raben defensiv deutlich kompakter und agierten in der Offensive entschlossener. Die Folge war ein sehenswerter Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln (5:6, 9:6, 14:15, 18:16, 18:20) – und einer Schlusspointe: Bei 22:24 wehrten die Völker-Schützlinge kampfstark zwei Satzbälle ab und bejubelten wenig später das 26:24.

Mit frischem Selbstvertrauen und viel Spielfreude präsentierte sich der Außenseiter auch im dritten Durchgang auf Augenhöhe – jedenfalls über weite Strecken. Die Frühphase (7:5, 11:9) sah die Raben sogar in Führung, bei 15:15 war die Sache völlig offen. Erst hintenraus konnte sich Schwerin mit 20:25 durchsetzen.

Die Gastgeberinnen ließen sich keineswegs entmutigen, eher traf das Gegenteil zu: Mit noch mehr Energie – und fortan Magda Gryka als Zuspielerin sowie Simona Dammer in der Annahme – dominierten sie den vierten Satz von Beginn an. Über 9:6 zogen die Raben mit tollem Volleyball auf 14:9 davon und blieben vom kurzzeitigen Ausgleich (17:17) unbeeindruckt. Am Ende war es Alexis Hart, die mit einem krachenden Angriffsball das 25:21 und damit den verdienten Satzausgleich besorgte.

Im Tiebreak hatte dann Schwerin den längeren Atem, aber auch wenn die Raben im Entscheidungssatz mit 8:15 unterlagen, waren sie an diesem spannenden Abend in der Ballsporthalle der Sieger der Herzen. Als beste Vilsbiburger Scorerinnen taten sich Alexis Hart (23 Punkte), Dayana Segovia (17) und Beta Dumancic (16) hervor, letztere wurde als MVP ausgezeichnet.

Die Atempause nach diesem intensivem Match ist nur kurz; schon am Donnerstag Vormittag steigen die Roten Raben in den Mannschaftsbus nach Münster, wo am Freitag (20 Uhr, live auf SPORT1) das direkte Duell der beiden Playoff-Aspiranten steigt.

 

Foto: Rote Raben

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