5.000 Euro für „blühende Kommune“ Landshut

Stadt Landshut wird „blühende Kommune“

Öffentliche Grünflächen sollen naturnah und insektenfreundlich gestaltet werden – Freistaat Bayern gewährt finanzielle Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro

Als eine von 13 niederbayerischen Kommunen wurde die Stadt Landshut für das Projekt „Starterkit – 100 blühende Kommunen“ im Rahmen des „Blühpakts Bayern“ ausgewählt. Ziel der Aktion ist es, Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, öffentliche Grünflächen naturnah und insektenfreundlich zu gestalten. Das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz investiert hierfür insgesamt 500.000 Euro, mit denen 100 Kommunen in den Genuss einer finanziellen Förderung von je 5.000 Euro kommen. In das Netzwerk dieser „blühenden Kommunen“ durfte sich auch die Stadt Landshut einreihen und damit ebenfalls über den willkommenen Zuschuss freuen.

Im Rahmen des Projekts wurden öffentliche Grünflächen südlich vom Altdorfer Friedhof bis zum Grünzug zwischen der August-Sperl-Straße und Amalienstraße umgestaltet. Bei einem Ortstermin besuchten Oberbürgermeister Alexander Putz und Johannes Doll, Leiter des Referats für Bauen und Umwelt, kürzlich eine im Rahmen des Projekts angelegte Blumenwiese auf Höhe der Paul-Heyse-Straße. „Von diesem Projekt profitieren einerseits Insekten und vor allem Bienen, für die die neu gestalteten, blumenreichen Grünflächen Lebensraum und Nahrungsquelle zugleich sind“, sagte Putz. Andererseits kämen die farbenprächtig blühenden Wiesen auch den Menschen zugute: „So können wir die Schönheit der Natur praktisch direkt vor der Haustür genießen. Ein Spaziergang in dieser Umgebung ist Naherholung im besten Sinn des Wortes.“

Stellvertretend für alle Projektbeteiligten dankte der Oberbürgermeister Matthias Näther, Technischer Leiter des Stadtgartenamts, Biodiversitätsberaterin Elisabeth Lex-Wagner, der Leiterin des Fachbereichs Naturschutz, Isa Garnreiter, und Madlaina Götz, Blühpakt-Beraterin der Regierung von Niederbayern. Einen wesentlichen Beitrag leiste aber auch der Freistaat Bayern, der die Initiative nicht nur angestoßen habe, sondern den teilnehmenden Kommunen in Form von Fördermitteln auch finanziell unter die Arme greife: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten wissen wir jede Unterstützung sehr zu schätzen“, betonte Putz.

Um die Artenvielfalt in einem Grünzug zu erhöhen, werden vielfältige Maßnahmen durchgeführt. Anfang Mai wurden mehrere Teilflächen mit artenreichem standortheimischen Blumenwiesensaatgut angesät. Im Herbst werden noch Blüh- und Vogelnährhecken mit heimischen Sträuchern und Kleinstrukturen für Reptilien und Insekten geschaffen. Die Pflege übernimmt auch künftig das Stadtgartenamt. Die Blumenwiesen werden übrigens nur ein- bis zweimal jährlich gemäht. Für das Überwintern von Insekten bleiben kleinere Teilbereiche über die Wintermonate ungemäht.

Mit der Beteiligung am Projekt „Starterkit – 100 blühende Kommunen“ setzt die Stadt Landshut ein weiteres Zeichen für die Artenvielfalt auf den stadteigenen Flächen. Mit ihren Bemühungen habe die Stadt Landshut durchaus Vorbildcharakter, betonte Blühpakt-Beraterin Madlaina Götz: „Die Stadt Landshut ist in diesem Bereich schon verhältnismäßig weit.“ OB Putz sieht dieses Lob als Verpflichtung: „Naturnahe Grünflächen sind ein relativ schnell und kostengünstig umsetzbarer, aber dennoch sehr wertvoller Beitrag zum Natur- und Umweltschutz. Deswegen werden wir diesen richtigen Weg konsequent weiterbeschreiten.“

Bildtext:

Matthias Näther, Technischer Leiter des Stadtgartenamts (von links), OB Alexander Putz, Biodiversitätsberaterin Elisabeth Lex-Wagner, Isa Garnreiter, Leiterin des Fachbereichs Naturschutz, der Leiter des Referats für Bauen und Umwelt, Johannes Doll, und Madlaina Götz, Blühpakt-Beraterin der Regierung von Niederbayern

Foto:

Stadt Landshut

 

 

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