Achdorf – Landshut – Ukraine

Mitgliederversammlung und Bürgertreff des CSU-Ortsverbandes Landshut-Achdorf

Mit einer offenen Mitgliederversammlung in Form eines Bürgertreffs für alle Interessierten startete der CSU-Ortsverband Landshut-Achdorf unter der Leitung des Vorsitzenden Stadtrat Ludwig Zellner mit persönlichen Begegnungen nach den Corona-Einschränkungen in der Brauereigaststätte „Zollhaus“.

Größter Aufreger bei den Teilnehmern war die Sanierung und der Umbau des Kupferecks / Wittstraße / Neue Bergstraße / Innere  Münchener Straße. Massive Verkehrsbeeinträchtigungen und Staus sorgen für großen Unmut. Geschäftsleute klagten über Einbußen. Die Bäckerei in der Inneren Münchener Straße schließt daher bereits um 14.00 Uhr. Einig war sich die Versammlung, vom Staatlichen Straßenbauamt die Einstellung des Umbaus und einen normalen Verkehrsfluss für die verkehrsmäßig schwierigen Dultzeiten auf der Grieserwiese zu fordern. Als Vorsitzender informierte Stadtrat Ludwig Zellner über die Verfahren, die Landschaftsschutzgebiete „Metzental“ sowie „Rosental und Buchberg“ auszuweisen. Während die Eigentümer die Unterschutzstellung ablehnen, wollen viele Anwohner und Landshuter diese Grünzonen mit Frischluftschneisen geschützt sehen.

Stadtrat Zellner informierte die Versammlung auch über einen möglichen Landschafts- und Klimabebauungsplan Rosental / Metzental. Es wird geprüft, ob dort Bebauungspläne aufgestellt werden sollen, die Festsetzungen zum Schutz, zur Pflege und zur Erhaltung von Natur und Landschaft und zur Freihaltung von Flächen enthalten, um Schäden durch Starkregen vorzubeugen und um den Klimaschutz zu verbessern. So könnten beispielsweise Mulden zur Versickerung von Oberflächenwasser und zur Schlammaufnahme oder auch Heckenstrukturen zur Drosselung von ansonsten ungehindert abfließendem Wasser konzipiert werden. Es geht bei einer solchen Planung also nicht um die Ausweisung neuer Bauflächen.

Beim Themenkomplex Stadt Landshut ging es zunächst um die Notwendigkeit der Sanierung des alten Theaters und eines funktionalen Neubaus auf dem Bernlochnerareal. Während der Vorsitzende Zellner als absoluter Befürworter auftrat, gab es auch skeptische Stimmen.

Die FrauenUnions-Vorsitzende Monika Volland-Kleemann, die in der CSU für den Prozess der Stadtentwicklung zuständig ist, sammelte Vorschläge, wie sich Landshut in der Zukunft entwickeln sollte. Im offenen Dialog wurden beispielsweise genannt: mehr Brücken über die Isar, mehr Angebote für Jugendliche und junge Leute, kleine Zentren und Treffpunkte in den Stadtteilen, bessere Busverbindungen, keine überzogene Verdichtung bei der Bebauung. Auch Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger betonte die Wichtigkeit der Stadtentwicklung und wies den CSU-Ortsverbänden vor Ort eine große Bedeutung bei, denn diese wissen, was die Menschen in ihrem Viertel bewegt. Auch er sprach die Isarübergänge an und ging auf die vorgesehenen Investitionen im Haushalt 2022 der Stadt ein. Dabei betonte er die Priorisierung des Stadttheaters nach den Investitionen in Schulen und Bildung.

Bei diesem offenen Gesprächsforum gingen bei den Meinungsäußerungen zum schrecklichen Krieg Putins gegen die Ukraine die Wogen hoch. Einhellig sprach sich die Versammlung für volle Solidarität und echte Unterstützung der Ukraine mit schweren Waffen, Panzern, Luft- und Schiffsabwehrwaffen aus. Das Verhalten der Bundesregierung mit Scholz an der Spitze wurde als zu langsam und viel zu zögerlich bezeichnet. Deutschland führt in Europa nicht, sondern reagiert nur – und das oft nur mit schönen Worten. Die Frage war: „Wann endlich reist Bundeskanzler Scholz nach Kiew?“ Stadtrat Zellner sagte: „Die Androhung muss aber vor der Tat kommen, damit Schreckliches verhindert wird.“ Erst nach furchtbaren Untaten der russischen Armee verschärft Deutschland die Sanktionen, aber dann sind die Morde schon geschehen. Angesichts der entsetzlichen Kriegsverbrechen und Gräueltaten forderte die Versammlung, dass Putin und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

 

Fotos: CSU-Ortsverband Achdorf

 

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