Auch Betriebsgebäude brauchen Sanierung

Gemeinsam mit den beiden niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Christian Flisek und ihrem Abgeordnetenkollegen im Bundestag Johannes Schätzl besuchte Rita Hagl-Kehl die Gemeinde Frauenau, wo sie vom zweiten Bürgermeister Willi Biermeier und Alt-Bürgermeister Herbert Schreiner begrüßt wurden. Neben dem Besuch des frisch sanierten Freibads besichtigten die niederbayerischen Mandatsträger auch den denkmalgeschützten Gistl-Saal. 

Frauenau, 04.08.2022 – „Neben Menschen aus der Region besuchen auch viele Touristen und Menschen aus Tschechien unser Freibad, weshalb wie froh sind, dass wir die Becken sanieren konnten“, berichtete Willi Biermeier stolz zu Beginn. Im Zwieseler Winkel sei man zudem das letzte Freibad, weshalb es umso wichtiger sei, nun über eine moderne Beckenanlage zu verfügen. Erstaunt zeigten sich die Abgeordneten beim Rundgang, dass das Wasser bei klarem Himmel nur durch Solarenergie beheizt wird. „Aktuell hört man immer wieder in den Nachrichten, dass Bäder die Wassertemperatur verringern, um Gas zu sparen. Zwar ist die Umsetzung in Frauenau bestimmt nicht auf jedes Freibad anwendbar. Aber es zeigt doch, welche Möglichkeiten inzwischen durch die Erneuerbaren Energien gegeben sind“, so Johannes Schätzl. Dass es abseits der nun abgeschlossenen Beckensanierung allerdings noch einiges zu tun gebe, berichtete Alt-Bürgermeister Herbert Schreiner: „Auch unsere Betriebsgebäude müssen dringend energetisch saniert und modernisiert werden.“ Hier werde man die Gemeinde nicht alleine lassen, so Rita Hagl-Kehl: „Wir werden natürlich die Gemeinde dabei unterstützen, passende Bundesfördermittel zu erhalten. Es wäre schade, wenn man nun quasi auf halber Strecke nicht weiter machen könnte.“

Wie wichtig öffentliche Bäder für Bürgerinnen und Bürger sind, machte Christian Flisek noch einmal im Gespräch mit den Mitgliedern der örtlichen Wasserwacht deutlich: „Bereits vor Corona ist die Zahl der Nichtschwimmer leider kontinuierlich gestiegen, die Pandemie hat diesen Trend noch einmal beschleunigt. Zeitgleich ist auch die Zahl der Badunfälle gestiegen. Wohnortnahe Bademöglichkeiten sind deshalb umso wichtiger, um Kindern die Möglichkeit zu bieten, sicher schwimmen zu lernen.“ So erreichen laut Zahlen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft leider nur noch 40 Prozent der Grundschulkinder das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Bronze. 1990 lag die Quote noch bei 90 Prozent. In diesem Zusammenhang hob 2. Bürgermeister Willi Biermeier noch einmal die Leistung der ehrenamtlichen Mitglieder der Wasserwacht hervor: „Nur durch die großartige Unterstützung der Wasserwacht ist in Frauenau der Freibadbetrieb möglich.“ Zudem gebe man auch Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche und helfe so, die Zahl der Nichtschwimmer zu reduzieren. Insgesamt kamen bisher so pro Jahr ca. 650 Stunden „Wachdienst“, bis zum Ende der diesjährigen Badesaison bis zu 1000 Stunden „Wachdienst“ zusammen, die die Mitglieder der Wasserwacht unentgeltlich im Freibad leisten. Dieses Engagement könne man gar nicht genug würdigen, betonten die Abgeordneten, mit Rita Hagl-Kehl und Johannes Schätzl selbst zwei Mitglieder der Wasserwacht, unisono. Aber auch für ältere Mitbürger seien Schwimmbäder als Sportstätte ein wichtiger Anlaufpunkt. „Schwimmen hält fit und ist gesund. Je näher ein Bad liegt, desto einfacher ist es regelmäßiger seine Bahnen zu ziehen. Zudem ist für viele alleinstehende Senioren das Freibad im Sommer ein sozialer Kontaktpunkt“ so Ruth Müller abschließend.

Foto: F. Feichtmeier

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