Auch das Handwerk braucht Gründer

Vertreter der Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis besuchten Kulturhandwerk e. V.

Unternehmensgründungen, Start Ups: Im ersten Augenblick werden diese Begriffe vor allem mit der IT-Branche oder digitalen Anbietern in Verbindung gebracht. Dass jedoch auch in der Kreativwirtschaft und dem Handwerk viel Gründergeist steckt, beweist der Verein Kulturhandwerk e. V., in dem sich Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen aus verschiedenen Bereichen unterstützen, vernetzen und engagieren. Die Wirtschaftsreferenten Michael Luger und Ludwig Götz von Stadt und Landkreis Landshut haben sich über dieses innovative Konzept in Pfettrach informiert, wo einiger der Mitglieder ihre Werkstätten betreiben.

Auf Initiative von Dr. Veronika Märkl, der Leiterin der Keramikschule Landshut, haben sich Luger und Götz ein Bild von diesem Gründerzentrum des Handwerks gemacht. Neben dem Keramikgewerk engagieren sich hier auch Kunsthandwerker u.a. aus den Bereichen: Holz-, Textil, sowie Metallverarbeitung aber auch der Malerei und dem Schmuckdesign. Das Besondere daran ist, dass die Mitglieder gegenseitig von ihren verschiedenen Professionen und Leidenschaften profitieren.

Kulturhandwerk e. V. gibt kreativen Gründern aus dem Handwerk ein Zuhause: Eine alte Schreinerei in Pfettrach kombiniert Wohnen und Arbeiten – die Flächen und die Einrichtung werden teils einzeln und teils gemeinsam genutzt, „ganz im Sinne des Co-Working, wie wir es auch aus dem Digital-Bereich kennen“, erklärten Luger und Götz.

Dabei stellten die Wirtschaftsreferenten noch mehr Gemeinsamkeiten zum LINK e. V. fest, dem digitalen Gründerzentrum, bei dem sich Stadt und Landkreis Landshut gemeinsam engagieren. Ein ähnlicher Ansatz, eine unterschiedliche Ausgestaltung: „Gerade das macht die Arbeit von Kulturhandwerk e. V. so spannend“, waren sich die Behördenvertreter einig und zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und künstlerischen bzw. handwerklichen Qualität der Arbeiten, die bisher von den Kunsthandwerkern und –handwerkerinnen umgesetzt worden sind.

Aktuell erweitert das Team von Kulturhandwerk den Ausstellungsraum, um den Gründern und Mitgliedern eine verbesserte Plattform zur Außendarstellung zu bieten.

Die lokalen Betriebe zu unterstützen und „sichtbar“ zu machen: In diese Kerbe schlägt auch der „Pop-up-Store“, der seit Anfang Oktober in der Landshuter Innenstadt Kreativen die Chance bietet, ihre Produkte zu präsentieren und an den Mann zu bringen – im März auch für die Mitglieder von Kulturhandwerk e. V. 

Bildunterschrift: Die Wirtschaftsreferenten von Stadt und Landkreis Landshut, Michael Luger (rechts) und Ludwig Götz, (3. v. r.) besuchten die Werkstatt von Kulturhandwerk e. V., die kreativen Gründern aus dem Handwerk eine Heimat bietet.
Foto: Landratsamt Landshut

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