Auch in der Region Landshut ab morgen verschärfte Maßnahmen

Lage spitzt sich auch in regionalen Akutkliniken zu: „Müssen gemeinsam diese vierte Welle brechen“

Ab morgen werden in ganz Niederbayern die Corona-Maßnahmen verschärft – und damit auch in der Region Landshut. Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz haben ebenfalls an einer gemeinsamen Beratungsrunde aller bayerischen Landräte, Oberbürgermeister und Regierungspräsident Rainer Haselbeck teilgenommen und befürworten die beschlossenen Maßnahmen: „Unsere regionalen Akutkliniken sind bereits jetzt überlastet, Abverlegungen und die Suche nach freien Betten stehen an der Tagesordnung. Diese Maßnahmen sind deshalb unumgänglich und kommen keinesfalls zu früh. Denn wir wissen: Hohe Infektionszahlen spiegeln sich erst mit zeitlichem Versatz in den Hospitalisierungen wieder. Die Spitze des Eisbergs ist damit wahrscheinlich noch nicht erreicht“, stellen OB und Landrat fest.

So zeigen auch die Corona-Belegungszahlen der regionalen Akutkliniken weiter nach oben: Mittlerweile müssen 18 covid-positive Personen auf den Normalstationen isoliert werden (+ 5 seit Freitag), vier werden intensivmedizinisch betreut (+ 2). Denn unabhängig von Corona, das enorme Kapazitäten bindet, sind die Krankenhäuser mit Unfällen, Herzinfarkten, Schlaganfällen konfrontiert – und auch diesen Menschen muss schnell geholfen werden.

FFP2-Maskenpflicht, verschärfte Zugangsregeln durch 2G in Diskotheken und Clubs sowie eine einheitliche Quarantänepflicht für enge Kontaktpersonen von Covid-positiven-Personen für die Dauer von zehn Tagen, ohne eine vorherige Freitestung: Mit diesen Maßnahmen erhoffen sich die niederbayerischen Landräte und Oberbürgermeister, die rapide ansteigenden Infektionszahlen bremsen zu können – auch ein eindeutiger Impfappell war in der gemeinsamen Erklärung enthalten.

Mehr denn je hoffen auch Landrat Dreier und Oberbürgermeister Putz, dass alle bisher Unentschlossenen den Ernst der Lage erkennen und sich für eine Impfung entscheiden: „Wir alle wünschen uns, dass es zu keinen weitergehenden Einschränkungen mehr kommt. Damit dieses Szenario nicht mehr eintritt, müssen wir nun gemeinsam diese vierte Welle brechen. Das geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und einer hohen Impfquote: Unsere Impfzentren, die Haus- und Betriebsärzte, sie stehen alle bereit und wollen möglichst viele Menschen immunisieren. Bitte nutzen Sie endlich unser niederschwelliges und alltagsfreundliches Angebot und helfen Sie uns dabei, einen weiteren Lockdown abzuwenden“. In den Impfzentren in der Stadt Landshut (Grieserwiese) und des Landkreises (Kumhausen-Preisenberg) sind Impfungen ohne Voranmeldung möglich, auch bei Hausärzte und Betriebsärzte bieten unkompliziert Impfungen gegen das Corona-Virus. Auch die so genannten „Booster-Impfungen“ sind an allen genannten Stellen möglich.

Weitere Infos finden Sie unter www.landkreis-landshut.de bzw. www.landshut.de.
Grafik: Landratsamt Landshut

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