Auto-Club-Europa(ACE)-Kreisvorstand gibt Tipps bei Hitze im Auto

Temperaturen von 50 Grad und mehr

Dingolfing – Landshut – Pfarrkirchen – Erding.

„Nach der ersten großen Hitzewelle in diesem Sommer, ist vor der nächsten Hitzewelle“, so Bernd Vilsmeier, der Kreisvorsitzende des Kreises Landshut-Erding im Auto-Club-Europa (ACE), der die Landkreise und Städte Erding, Freising, Landshut, Dingolfing-Landau und Rottal-Inn betreut, bei der Sitzung des ACE-Kreisvorstandes in Dingolfinger Postbräu am vergangenen Montag.  Bei solchen extremem Temperaturen droht höchste Gefahr im Innenraum eines Autos: Binnen kurzer Zeit kann sich dort die Temperatur auf 50 Grad und deutlich mehr aufheizen. Der ACE-Kreisvorstand gibt deshalb Tipps, was dabei beachtet werden sollte und auf keinen Fall im Auto zurückgelassen werden darf.

In der prallen Sonne kann sich der Innenraum eines Autos schon nach wenigen Minuten gefährlich stark aufheizen, so Vilsmeier. Kleinkinder oder Tiere dürfen nie(!!), auch nicht kurz, im Auto zurückgelassen werden. Wird diese Grundregel missachtet, droht für die Insassen höchste Lebensgefahr. Was in Italien schon seit einigen Jahren Vorschrift ist, kann hierzulande freiwillig umgesetzt werden: Inzwischen gibt es Kindersitze fürs Auto, die Alarm schlagen, wenn das Kind im Auto zurückgelassen wurdeMit smarten Matten oder Gurt-Clips, die per Bluetooth mit dem Handy kommunizieren, können auch herkömmliche Kindersitze nachgerüstet werden. Dennoch sollte man sich niemals allein auf ein solches Notfallsystem verlassen. Achtung: Diese verpflichtende Verwendung von Kindersitzen mit Warnsystem in Italien betrifft alle dort zugelassenen Fahrzeuge, also auch Mietwagen.

Wer ein Kleinkind oder ein Tier in einer solchen Notsituation entdeckt, sollte zuerst prüfen, ob es noch reagiert. Das Auto sollte nicht mehr aus dem Blick gelassen werden. Nach Möglichkeit umstehende Menschen um Hilfe bitten, um den Fahrzeughalter oder die -halterin ausfindig zu machen. Immer mehr Autos verfügen über eine Standklimaanlage, um zu prüfen, ob der Innenraum möglicherweise gekühlt wird, sollte die Temperatur der Autoscheiben geprüft werden. Kann die Situation nicht in kurzer Zeit gelöst werden, sollte schnellstens die Polizei (110) oder die Feuerwehr (112) gerufen werden, so der ACE-Kreisvorstand.

Gefährlich kann es auch werden, wenn leicht entflammbare Flüssigkeiten oder Gase bei Hitze länger im Auto aufbewahrt werden: Schon ab 50 Grad besteht höchste Explosionsgefahr. Deodosen, flüssiges Desinfektionsmittel, Frostschutzmittel vom letzten Winter, Reinigungsprodukte für die nächste Autowäsche und sogar kohlensäurehaltige Getränke können bei steigendem Druck auslaufen. Egal ob Plastikflasche, Dose oder Glasflasche: Alles kann Platzen und Teile des Behältnisses oder die Verschlüsse können sogar zum Geschoss werden. Deswegen sollten die Hinweise auf den Etiketten immer beachtet und leicht entzündliche Mittel kühl und ohne direkte Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden, rät der ACE-Kreisvorstand. Da sich aber alle Flüssigkeiten bei Wärme grundsätzlich ausdehnen, kann sogar das aus dem Urlaub mitgebrachte Olivenöl auslaufen. Achtung auch bei elektronischen Geräten wie Akkus, Handys, Powerbanks oder E-Book-Readern. Werden sie im Auto vergessen, können auch sie bei direkter Sonneneinstrahlung explodieren. Wer auf diese Dinge im Auto nicht verzichten kann, sollte sie zumindest im Kofferraum lagern. Hier ist es meistens kühler und eine mögliche Explosion richtet weniger Schaden an.

Des Weiteren besprachen die ACE-Kreisvorstandsmitglieder den zweiten Teil des Parplatzchecks an der Autobahn A92 im Rahmen der bundesweiten Clubinitiative des Auto Club Europa (ACE), die für Anfang August geplant ist. Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die ACE-Mitgliederversammlung Mitte Oktober in Wörth/Isar.

Bildunterschrift: Der ACE-Kreisvorstand gibt Tipps, was bei Hitze im Auto beachtet werden sollte: (v.li.) Anja König, Martin Rapke, ACE-Kreisvorsitzender Bernd Vilsmeier und Kurt Schmeiser.

Foto: ACE-KV

 

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