Bayern unterstützt Impfallianz der bayerischen Wirtschaft

Planungen für Einbindung von Betriebsärzten

Das Bayerische Gesundheitsministerium unterstützt Unternehmen bei Plänen, künftig durch Betriebsärzte vor Ort impfen zu lassen. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Samstag hingewiesen. Der Minister erklärte: „Wir legen jetzt schon wichtige Grundlagen und handeln vorausschauend, denn in absehbarer Zeit wird deutlich mehr Impfstoff verfügbar sein.“

Im Laufe des zweiten Quartals sollen Betriebsärzte gemäß dem Beschluss von Bund und Ländern vom 3. März 2021 in die Impfstrategie eingebunden werden. Holetschek betonte: „Wir stehen schon jetzt in engem Austausch mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und Großunternehmen, um Rechtsfragen, Logistik und Kosten einer möglichen Einbindung von Betriebsärzten in die Impfkampagne zu klären. Wir fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, jetzt rasch die Rahmenbedingungen für eine zügige Einbindung der Betriebsärzte zu schaffen. Der Bund muss unbürokratische und effiziente Impfungen in den Betrieben ermöglichen.“

Der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erläuterte: „Sobald ausreichend Impfstoff vorhanden ist und die aufgrund des Alters und von Vorerkrankungen priorisierten Personengruppen eine Impfung erhalten haben, steht die bayerische Wirtschaft für den Einsatz von Betriebsärzten mit ihren betriebsärztlichen Diensten freiwillig zum Impfen der Belegschaften bereit. Bei uns haben sich bereits knapp 200 Unternehmen gemeldet und zur Mitwirkung bereit erklärt. Die Zahl wächst immer weiter. Zusammen mit unserem bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek arbeiten wir jetzt mit Hochdruck daran, die entsprechenden Vorbereitungen zu koordinieren, damit dann, wenn die Zeit reif ist, sofort losgelegt werden kann.“

Besonders in der Industrie erfordern die straffen Arbeitsprozesse ein niedrigschwelliges und mitarbeiterzentriertes Angebot der Gesundheitsförderung. „Die Betriebsärzte können ein Impfangebot optimal an die Arbeitsumgebung der Mitarbeiter anpassen. Zudem kennen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Strukturen der betrieblichen Gesundheitsförderung vor Ort“, ergänzte Holetschek.

Der Minister unterstrich: „In den kommenden Wochen werden zunehmende Mengen Impfstoff ankommen. Allein für April sind 1,8 Millionen Impfdosen angekündigt. Deshalb ist es mir wichtig, dass die Impfabläufe in den Unternehmen bereits jetzt vorbereitet werden können. So stellen wir wichtige Weichen für die Zukunft, um angelieferte Impfdosen an möglichst viele Menschen zu bringen.“

Gerade in größeren Unternehmen, die bereits umfangreiche Erfahrungen mit dem organisierten Angebot einer Grippeschutz-Impfung der Belegschaft haben, kann eine Impflogistik gut und zeitnah organisiert werden. Der Minister erläuterte: „Wir machen damit allein in den bayerischen Großunternehmen weit über 100.000 Menschen ein Impfangebot und bekommen so noch mehr Geschwindigkeit in die Impfungen. Wenn mehr Menschen geschützt sind, ist das auch ein gutes Signal für die bayerische Wirtschaft.“

Holetschek fügte hinzu: „Klar ist: Menschen in den höchsten und hohen Priorisierungsgruppen werden zuerst mit Impfstoff versorgt. Aber die nächste Phase der Impfkampagne muss jetzt gründlich vorbereitet sein, sodass wir für Impfungen in der breiten Bevölkerung sofort reagieren können. Dafür sind Impfungen in den Betrieben ein wichtiger Baustein.“

Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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