Bayerns Gesundheitsministerium und Kirchen rufen gemeinsam zum Impfen auf

Christliche Kirchen unterstützen Impfkampagne und stellen Räume für Impfaktionen zur Verfügung

pm – Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und die beiden großen christlichen Kirchen rufen gemeinsam zur Corona-Schutzimpfung auf. Holetschek freute sich: „Die Kirchen in Bayern unterstützen unsere Impfkampagne und wollen Impfaktionen mit Räumlichkeiten oder ehrenamtlicher Tätigkeit ermöglichen. Dafür bin ich sehr dankbar!“

Der Minister fügte hinzu: „Gerade die Kirchen haben einen besonderen Zugang zu den Menschen und können nicht nur dabei unterstützen, niederschwellige Impfangebote zu machen, sondern mit Zweifelnden oder Zögernden ins Gespräch kommen. Dieses Vertrauensverhältnis in den Gemeinden kann der Impfkampagne weiterhelfen. Gerade vor Weihnachten wollen wir alles daransetzen, dass die Menschen das Weihnachtsfest frisch geimpft oder auch geboostert und damit beruhigter und besser geschützt im Kreis der Familie feiern können.“

Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat in einem Schreiben darum gebeten, in allen 1540 Kirchengemeinden zu prüfen, ob sie den örtlichen Impfzentren Räume oder ehrenamtlich Unterstützung anbieten können. Damit, so der Landesbischof, könne die evangelische Kirche ihren „Beitrag zu dieser riesengroßen Kraftanstrengung leisten“. Denn jetzt komme alles darauf an, „so schnell wie möglich eine große Zahl von Menschen neu zu impfen oder zu boostern“.

Der Bischof Dr. Bertram Meier für das Bistum Augsburg sagte: „Gerne habe ich eine Unterstützung der Impfkampagne zugesagt, zumal es sich für mich um einen Akt praktizierter Nächstenliebe handelt – und wir mit unseren Räumlichkeiten nahe bei den Menschen sind.“

Der Leiter des Katholischen Büros Bayern, Prälat Dr. Lorenz Wolf sagte: „Alle Diözesen der Freisinger Bischofskonferenz unterstützen die Bemühungen, den Menschen in jeder Altersgruppe den Zugang zur Impfung zu erleichtern, gehört es doch zu den Kernaufgaben der Kirche, Leben zu schützen, das eigene wie das der anderen. Gegen Corona gibt es keinen besseren Schutz als die Impfung. Gerne wird die Kirche dabei helfen, dass niemand ausgeschlossen bleibt. Möge durch diese Kooperation bei der Impfkampagne möglichst vielen die Feier des Weihnachtsfestes in Gemeinschaft ermöglicht bleiben.“

Gesundheitsminister Holetschek ergänzte: „Wir haben die Impfzentren darum gebeten, dieses wertvolle Unterstützungsangebot der Kirchen zu nutzen, um möglichst viele niederschwellige Impfangebote in den Gemeinden vor Ort zu ermöglichen. So können die Impfzentren und verantwortliche Kirchenvertreterinnen und -vertreter vor Ort miteinander klären, wann und wo Impfaktionen sinnvoll sind. Kirchen und Gemeindesäle sind zentrale Orte, die vielen Menschen im Freistaat vertraut sind. Schon bei früheren Impfkationen konnten wir auf die Kirchen zählen, etwa im Sommer im Pfarrsaal des Münchner Liebfrauendoms oder bei den 11 Impfaktionen seit Juli in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde in Schwabach. Für diese Unterstützung ein herzliches ‚Vergelt’s Gott!‘“

Foto: h.j.lodermeier

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