Bei Infekten: Nicht die Notaufnahmen aufsuchen

„Die Hausärzte sind gerüstet“

Notaufnahmen sind nicht für überschaubare Krankheitsbilder gedacht – Bereitschaftspraxen der KVB stehen zur Verfügung

Überall wird gehustet, geschnäuzt und gekrächzt: Januar und Februar sind die typischen Monate für Erkältungen, grippale Infekte und andere Erkrankungen – auch unabhängig von Corona. Doch eines ist klar: Menschen mit diesem Krankheitsbild sind kein Fall für den Rettungsdienst und die Notaufnahmen, sie sind am besten bei ihrem Hausarzt aufgehoben. „Unsere Hausarztpraxen sind für die typische Infektzeit gerüstet, wir sind für unsere Patienten da“, stellt der Versorgungsarzt von Stadt und Landkreis Landshut, Dr. Uwe Schubart, klar. Die Sorge wegen möglicher Corona-Quarantäne ist nachvollziehbar: Aus diesem Grund haben viele der niedergelassenen Allgemeinmediziner ihren Praxisbetrieb angepasst und vor oder nach den üblichen Öffnungszeiten eigene Infekt-Sprechstunden eingeführt, bei denen gerade diese typischen Krankheitsbilder behandelt werden können. „Viele Dinge können auch telefonisch geklärt werden, sei es das Ausstellen von Überweisungen oder in bestimmten Fällen auch Krankschreibungen – bitte melden Sie sich vorab bei Ihrer Praxis“, empfiehlt Schubart, der selbst Allgemeinmediziner ist und eine eigene Hausarztpraxis betreibt.

Am späten Abend bzw. an den Wochenenden, wenn die Hausarztpraxen grundsätzlich nicht geöffnet haben, sind die Bereitschaftspraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die erste Anlaufstelle für Personen mit Beschwerden und Infekten. In Landshut sind sowohl am Klinikum Landshut bzw. auf dem Gelände der LAKUMED-Klinik Landshut die KVB-Bereitschaftspraxen angesiedelt – die in wirklich begründeten Notfällen natürlich von der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Krankenhäusern und ihren Notaufnahmen profitieren und die Patienten in begründeten Fällen dann in die stationäre Behandlung überweisen. 

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr telefonisch unter Tel. 116 117 erreichbar. Die KVB-Bereitschaftspraxen am Klinikum Landshut (Robert-Koch-Straße 1, 84034 Landshut) ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Angaben zum aktuellen Corona-Infektionsgeschehen in der Region Landshut:

1140,3 im Landkreis Landshut, 1245,5 in der Stadt: Die 7-Tages-Inzidenzen an Corona-Neuinfektionen, die täglich vom Robert-Koch-Institut ausgewiesen werden, steigen weiter enorm an. Seit Wochenmitte wurden dem Staatlichen Gesundheitsamt Landshut 1 264 neue Befunde übermittelt, bei denen eine Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt wurde. Nach wie vor spielt sich das Infektionsgeschehen beinahe ausschließlich in den Altersgruppen unter 60 Jahren ab, über 90 Prozent der nachgewiesenen Ansteckungen sind in diesem Bereich erfolgt.

Seit Pandemiebeginn sind bislang 32 013 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden, wovon 28 157 bereits die häusliche Quarantäne verlassen konnten (+ 730 seit Mittwoch). Die Zahl der aktiven Infektionen ist erneut (um 533) gestiegen, auf 3 470. Es wurde ein weiterer Todesfall gemeldet, bisher sind 386 Personen in Zusammenhang mit SARS-CoV2 verstorben.

Das rasant steigende Infektionsgeschehen zeigt sich nun auch in den Normalstationen der regionalen Akutkliniken. Hier müssen 36 Personen isoliert werden (+ 10 seit Wochenmitte), wobei einige dieser Patienten aus anderen Gründen sich in medizinischer Behandlung befinden. Im Intensivbereich sind sieben Patienten mit bestätigter Covid19-Infektion in Behandlung (+ 1). (Stand: 28. Januar 2022).

– CW –

Grafiken: Landratsamt Landshut

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