Bioenergiedorf Ettenkofen trotzt den steigenden Gaspreisen  

Energietour der CSU im Landkreis Landshut macht Station beim Biogasbetrieb Wagner

Energiesicherheit ist in Zeiten eines Krieges in Europa nicht nur ein internationales Thema, sondern wird auch auf lokaler Ebene heiß diskutiert.

Im Zuge dessen geht die CSU im Landkreis Landshut unter Kreisvorsitzenden Florian Oßner ins Gespräch mit lokalen Energieversorgern. Nach der Begehung einer Freiflächenphotovoltaikanlage vor wenigen Wochen, stand nun das Bioenergiedorf Ettenkofen und der Betrieb von Familie Wagner auf der Tagesordnung.

Mit der Biogasanlage von Markus Wagner können in der Gemeinde Neufahrn 60 Haushalte mit Wärme versorgt werden. „Damit spart man sich jährlich bis zu 500 Tonnen CO2 ein“, führte Senior-Chef Norbert Wagner aus.

Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner lobte dieses ausgeklügelte Konzept: „Es stellt sich nicht immer, wie angenommen, die Frage nach Teller oder Tank, sondern hier wird ein klimafreundlicher Kreislauf erzeugt.“ Neben Energiepflanzen wie Silphie, diverser Gräser oder Mais, wird vor allem aus Mist Wärme für die Nachbarschaft erzeugt. Durch das eigene Nahwärmenetz können Haushalte aus der Umgebung zu geringen Kosten beheizt werden und so der steigenden Inflation zum Teil die Stirn bieten.

Oßner kritisiert Energiepolitik

Dabei bietet Biogas den großen Vorteil, saisonal und bedarfsorientiert eingesetzt zu werden. So kann im Winter mehr Wärme erzeugt werden und eine Speicherung überflüssig machen. Damit ist sie ein weiteres Puzzlestück in der Sicherstellung der Energie- und Wärmeversorgung vor Ort. Obwohl die staatliche Förderung der Anlage der Familie Wagner in der Vergangenheit dem Projekt starken Rückenwind gab, werden künftige Biogasneubauten kaum mehr möglich sein. Die EEG-Förderung der Ampel-Regierung schließt Biogasanlagen aus. Für Heimatabgeordneten Florian Oßner ein Unding: „Wir als Union werden nochmals in der Opposition klarmachen, dass wir es uns in der jetzigen Energieknappheit nicht leisten können, ständige Debatten darüber zu führen, welche Energie sympathisch oder weniger sympathisch sei. Jede sichere Energieproduktion mit Wertschöpfung in Bayern und Deutschland trägt dazu bei, die Energiepreise nicht noch weiter explodieren zu lassen. Dies muss jetzt erklärtes Ziel der Politik sein“, so Oßner abschließend.

Bildunterschrift: Vertreter der CSU im Landkreis Landshut unter Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (3.v.l) ließen sich von Norbert Wagner (4.v.l) die Biogasanlage zeigen, an die 60 Haushalte der Nachbarschaft mit dem Wärmenetz angeschlossen sind.

Foto: Büro Oßner

 

 

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