Bundeswehr hilft im Klinikum Landshut

20 qualifizierte Einsatzkräfte unterstützen Pflegepersonal

Klinikum kann dadurch Behandlungskapazität deutlich erhöhen – OB Putz dankt Bundeswehr: „Wichtiger Beitrag, um Versorgung Schwerkranker zu sichern“

Im Klinikum Landshut steigt die Zahl der Covid-19-Patienten seit Wochen stark an. Insbesondere im Pflegebereich werden daher die Personalressourcen zusehends knapp. Die Stadt Landshut hat deswegen die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Diesem von Oberbürgermeister Alexander Putz am vergangenen Wochenende gestellten Antrag wurde nun entsprochen: Seit Donnerstag sind 20 entsprechend qualifizierte Soldatinnen und Soldaten aus der Gäubodenkaserne in Feldkirchen am Klinikum im Einsatz. Sie sind examinierte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte oder stammen aus anderen medizinischen beziehungsweise pflegerischen Berufen. Einige von ihnen verfügen zudem über Erfahrung in der Intensivmedizin. Im Klinikum können die Bundeswehrangehörigen daher im Team mit krankhauseigenem Personal in der Patientenbetreuung eingesetzt werden. Dadurch erhöhen sich die Behandlungskapazitäten des Klinikums erheblich, und zwar in der Größenordnung von etwa 20 Betten auf Normalstationen und drei bis fünf Intensivbetten.

OB Putz, der auch Vorsitzender des Klinikum-Aufsichtsrats ist, sein Stellvertreter Stadtrat Rudolf Schnur, auf dessen Anregung hin das neuerliche Hilfegesuch an die Bundeswehr gestellt wurde, und Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger begrüßten die Soldatinnen und Soldaten am Mittwoch zusammen mit Klinikums-Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald und Pflegedirektor Jürgen Bacher. „Wir sind sehr froh, dass Sie von der Bundeswehr in dieser schwierigen Situation so schnell und unbürokratisch nach Landshut entsandt wurden, um die Arbeit am Klinikum mit Ihrem Fachwissen zu unterstützen“, so Putz. „Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, um Schwerkranken aus unserer Region auch weiterhin in ihrer Heimat die bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung gewährleisten zu können.“

Es ist übrigens längst nicht der erste große Unterstützungseinsatz, den die Bundeswehr im Rahmen der Corona-Pandemie in der Region Landshut absolviert. Auch während der ersten Infektionswellen im Frühjahr 2020 und in den Wintermonaten 2020/21 hätten Soldatinnen und Soldaten in der Stadt unverzichtbare Dienste geleistet, erinnert Putz. „Ich denke da allem voran an das Engagement der Bundeswehr in mehreren Seniorenheimen, die gerade rund um Weihnachten von schweren Ausbrüchen betroffen waren. Von hohem Wert waren aber auch mehrere Unterstützungsmissionen im Klinikum und in den Lakumed-Krankenhäusern des Landkreises.“

Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, sei es mit dem Landeskommando Bayern, den Verbindungsoffizieren um Oberstleutnant Claus Schorn oder den Einsatzkräften direkt vor Ort, sei stets unkompliziert, vertrauensvoll und angenehm, so Putz. „Wir wissen dieses gute Miteinander sehr zu schätzen.“ Dass der jüngste Antrag auf Unterstützung so rasch von Erfolg gekrönt war, sei indes nicht zuletzt auch ein Verdienst des Versorgungsarztes für Stadt und Landkreis Landshut, Dr. Uwe Schubart, der auch als Ärztlicher Leiter der beiden regionalen Impfzentren fungiert. „Er ist als Oberfeldarzt der Reserve ja ebenfalls eng mit der Bundeswehr verbunden. Seine guten persönlichen Kontakte sind für uns sicher hilfreich.“

Foto: Stadt Landshut

Bildtext: Oberbürgermeister Alexander Putz, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, Rudolf Schnur, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, der Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Philipp Ostwald, und Pflegedirektor Jürgen Bacher begrüßten die 20 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr

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