Das reiche Erbe Schlesiens in Straubing

MdL Ruth Müller besucht Dauerausstellung im Herzogsschloss

Das Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 war auch das Ende einer Hoffnung auf eine Rückkehr in die alte Heimat Schlesien für rund vier Millionen Schlesier. In Niederbayern fanden 98.000 von ihnen eine neue Heimat, allein die Stadt Straubing nahm rund 5.000 Schlesier auf. Sie wurden anfangs bei anderen Familien einquartiert und halfen dabei mit, das vom Krieg schwer getroffene Straubing wieder mit aufzubauen.

An die Geschichte Schlesiens und ihren Beitrag zum Wiederaufbau des Landes erinnert seit fünf Jahren das „Schlesische Schaufenster in Bayern“ im Herzogsschloss Straubing. 2017 wurde das Museum als „Brückenbauer“ von der BayernSPD-Landtagsfraktion ausgezeichnet. Wie sich die Dauerausstellung und der Verein weiterentwickelt haben, wollte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, MdL bei einem Besuch in Straubing wissen. Sie war zusammen mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Straubinger SPD, Stadtrat Peter Stranninger und dem langjährigen SPD-Bürgermeister Hans Lohmeier, der auch im Vorstand der Schlesischen Landsmannschaft ist, vor Ort. Empfangen wurde die Politiker vom typischen schlesischen Streuselkuchenduft und von Dr. Gotthard Schneider, dem Landesvorsitzenden der Landsmannschaft Schlesien in Bayern sowie von Maria Stalker und ihrem Unterstützer-Team der Dauerausstellung. „1.200 Besucher waren in den letzten fünf Jahren bei uns“, erzählt Dr. Gotthard Schneider. Häufig hätten sie einen Bezug zu Schlesien, als Nachfahren von Schlesiern. „Aber wir wollen auch die junge Generation ansprechen, solange es noch Zeitzeugen gibt, die von Flucht, Vertreibung und Neuanfang berichten können“, berichtet Schneider. Dazu habe man auch für das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Materialien zusammengestellt, die die Sozialkunde- und Geschichtslehrer verwenden können. „Mit Ihrem „Schlesischen Schaufenster in Bayern“, das die vielseitige Geschichte erzähle, die sich vor allem an die Erlebnisgeneration und ihre Nachkommen richtet, rücken Sie das Erbe der Schlesier in das Bewusstsein der heutigen Zeitgenossen und lassen die Geschichte lebendig werden“, bedankte sich Ruth Müller, die auch im vertriebenenpolitischen Arbeitskreis der BayernSPD-Landtagsfraktion tätig ist, für das Engagement in Straubing.

Foto:

Büro R. Müller

 

weitere Beiträge