Das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ geht in die zweite Runde

Nach dem erfolgreichen Start des „Wasserschutzbrotes Niederbayern“ im vergangenen Jahr konnte die Anbaufläche des Wasserschutzweizens für die Ernte 2021 nahezu verzehnfacht werden. Beim Start der Initiative waren ein Landwirt, ein Müller und fünf Bäcker dabei. Mittlerweile sind es sieben Landwirte, zwei Mühlen und fünf Bäcker. Ziel ist es, dass das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ und Backwaren aus „Wasserschutz-Weizen“ in ganz Niederbayern zu kaufen sind.

„Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Niederbayern können mittlerweile in drei Landkreisen – in Landshut, Dingolfing-Landau und Kelheim   Wasserschutzbrot kaufen und damit einen wichtigen Beitrag zum Grundwasserschutz leisten. Denn das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ hilft, die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren und das Klima zu schützen“, betonte Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf beim heutigen Pressetermin.

Der Anbau von Wasserschutzweizen hat für das Klima positive Effekte. Die Regierung von Unterfranken, die federführend die Initiative Wasserschutzbrot betreut, hat diese zusammengefasst:

Für die Herstellung von einem Kilogramm Stickstoffdünger wird in etwa ein Kilogramm Heizöl benötigt. Durch den Anbau von Wasserschutzweizen braucht man je Hektar und Jahr rund 70 kg weniger Stickstoffdünger. Und bei einem CO2-Fußabdruck von 10 kg CO2-Äquivivalent pro Kilogramm Düngerstickstoff werden rund 700 kg CO2 je Hektar eingespart. Bei einer Anbaufläche von Wasserschutzweizen in Niederbayern von rund 50 Hektar macht das insgesamt 35.000 kg CO2 aus.

Kurze Transportwege durch regionale Wirtschaftskreisläufe – Erzeugung, Verarbeitung und Verkauf, alles in einem Regierungsbezirk spart Energie. Denn der Weizen ist vom Acker über die Mühle zum Bäcker meist weniger als 50 km unterwegs.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wasserschutzbrot.de

BU (von links): Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf überreicht den Bäckern Johann Geisenfelder (Bäckerei Geisenfelder), Jakob Hatzl (Bäckerei Hatzl), Rudolf Bücherl (Bäckerei Bücherl) und Manfred Keilwerth (Bäckerei Wackerl) eine Urkunde, die ihre Bäckerei als Wasserschutzbäckerei auszeichnet. Foto: Reimund Neumaier, Regierung von Niederbayern
Michael Schleich (Bäckerei Schleich) war leider verhindert. Er wird die Urkunde nachträglich erhalten.
Foto: Reg. Niederbayern

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