„Der Kreis schließt sich“

Kunstaktion zu Roman Herzog fortgeführt

Der in Landshut geborene ehemalige Bundespräsident Roman Herzog überlies dem Landshuter Konzeptkünstler Richard Hillinger sämtliche Gegenstände seines Münchener Büros. Seinerzeit versiegelte Hillinger die Büroausstattung in mehreren „Zeitkapseln“. Eine dieser Kapseln öffneten nun die Leiterin des KOENIGmuseum, Dr. Alexandra von Arnim, und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) und. Dabei wurde die enge Verbindung Herzogs zu seiner Geburtsstadt Landshut deutlich.

Der Büronachlass Herzogs ist in mehreren Kisten verpackt. Im Rahmen der Kunstaktion „Roman-Herzog-Zeitkapseln“ werden diese nach und nach wieder geöffnet. 2018 startete die Aktion mit einer Schulklasse des Hans-Carossa-Gymnasiums, da Herzog dort sein Abitur machte. Weil Herzog als Gründungsmitglied des Stiftungsrates der Schulstiftung Seligenthal Zeit seines Lebens eng verbunden war, folgte eine weitere Öffnung durch Äbtissin M. Petra Articus von der Abtei Seligenthal. Um an Herzogs Einsatz für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, beteiligte sich in der Folge auch Charlotte Knobloch, die deutsche Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, an der Aktion.

Vierte Station war nun das Landshuter KOENIGmuseum, da den Landshuter Bildhauer Fritz Koenig und Roman Herzog nicht nur Landshut, sondern auch das Engagement für die Erinnerung an den Holocaust verband. Museums-Leiterin von Arnim und Radlmeier, Mitglied des Stiftungsvorstands der Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung, förderten dabei eine Reihe interessanter Gegenstände zu Tage: Neben Gastgeschenken, die Herzog aus anderen Staaten mitbrachte, fand sich passenderweise auch ein Buch über Landshuts Schutzpatron, den Heiligen Sebastian, in Herzogs Nachlass. „Es ist überraschend, wie eng die Verbindung von Roman Herzog zu seiner Geburtsstadt Landshut war“, so Radlmeier. Außerdem konnte ein Buch über die Entführung der Lufthansamaschine „Landshut“ dem Vermächtnis entnommen werden. „Der Zusammenhang ist wirklich erstaunlich“, so von Arnim. Angesichts der Landshut-Bezüge war man sich einig: Der Kreis schließt sich.

Bildunterschrift: Im Zuge einer Kunstaktion öffneten im Landshuter KOENIGmuseum Museumsleiterin Dr. Alexandra von Arnim, Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier und Initiator Richard Hilllinger Teile des Büro-Nachlasses des ehemaligen Bundespräsidenten und gebürtigen Landshuters Roman Herzog.

 

Foto: Josef Amann 

 

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