Die Schauspielerin Ursula Erb ist Kulturpreisträgerin 2021

Ursula Erb, Schauspielerin am Landestheater Niederbayern, erhält den Kulturpreis 2021 der Stadt Landshut.

Die Entscheidung fiel am Mittwochabend in einer intensiven Jurysitzung. Nachdem im ersten Wahlgang alle drei Kandidaten gleich viele Stimmen erhielten, wurde erneut abgestimmt. Im zweiten Wahlgang konnte sich Erb gegenüber den beiden gemeinnützigen Vereinen „KulturForum Landshut“ und Kunstverein Landshut durchsetzen. Beide Wahlgänge fanden in geheimer Wahl statt.


Ursula Erb erhält nun ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro, das wie in allen Jahren zuvor von den Stadtwerken Landshut zur Verfügung gestellt wird. Der Termin der feierlichen Preisverleihung durch Oberbürgermeister Alexander Putz und Werkleiter Armin Bardelle wird noch bekannt gegeben.

Vor der Entscheidung wurden in der Jurysitzung die drei Nominierten in einer jeweils knapp 15-minütigen Präsentation vorgestellt. Ursula Erb wurde vom Stadttheater Landshut ins Rennen geschickt. Sie wurde in der Jurysitzung vom Pressesprecher des Stadttheaters, Konrad Krukowski, vorgestellt. Im Anschluss an diese Vorstellungsrunde gaben die drei Fachjuroren zu jedem der drei Kandidaten ihre Einschätzung ab. Als Fachjuroren waren am Mittwoch tätig: die freien Journalisten Christian Muggenthaler und Christa Sigg sowie der Kulturdirektor des Bezirks Niederbayern, Dr. Maximilian Seefelder. Moderiert wurde die Jurysitzung von Stadtdirektor Andreas Bohmeyer.

Ursula Erb hat am Landestheater Niederbayern seit 1970 200 Rollen dargestellt, gelebt. Sie hat sich im Laufe ihrer Karriere zu einer „Urgewalt auf der Bühne“ entwickelt, wie es Konrad Krukowski formulierte. Neben ihren herausragenden und vielschichtigen schauspielerischen Leistungen ist das Besondere und Einmalige, dass Ursula Erb ihr ganzes berufliches Schaffen der Stadt Landshut gewidmet hat. Sie sei „das Gesicht des Landshuter Theaters“. Der Landshuter Kulturpreis, der als Anerkennung besonderer Leistungen im kulturellen Bereich verliehen wird, sei quasi „ein Oskar für ihr Lebenswerk“, äußerte ein Jurymitglied nach der Sitzung. „Eine größere Leistung, als sein gesamtes Leben als Schauspielerin dem Beruf und einer Stadt zu widmen, lässt sich kaum denken“, formulierte Krukowski in seiner Präsentation, mit der er die Mehrheit der Jury für Erb gewinnen konnte.


Foto: Stadt Landshut

Bildunterschrift: (von links) Franz Schneider warb in der Jurysitzung für den Kunstverein, Sabine Pichler für das „KulturForum“ und Konrad Krukowski für Ursula Erb. „Der Preis kann nur an einen verliehen werden. Doch keiner der drei Kandidaten geht als Verlierer aus dem Wettbewerb“, so die Kulturbeauftragte der Stadt, Uta Spies, die das Kulturpreis-Verfahren organisatorisch betreut hat.

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