Digitale Börse soll Suche nach Pflegeplätzen und pflegerischen Angeboten erleichtern

Holetschek: Anbieter können noch bis zum 30. September Konzepte einreichen

Bayern investiert in die Schaffung einer digitalen Börse für pflegerische Angebote. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte am Sonntag in München: „Zu einer guten pflegerischen Versorgungsstruktur gehört, dass die passenden pflegerischen Angebote auch schnell und unkompliziert zu finden sind. Deshalb fördern wir den Aufbau und den Betrieb einer digitalen Plattform in den kommenden Jahren mit insgesamt bis zu 612.000 Euro.“

Das Gesundheits- und Pflegeministerium hat hierfür am 18. August das Interessenbekundungsverfahren für die Entwicklung, Implementierung und den Betrieb einer digitalen „Börse für pflegerische Angebote Bayern“ gestartet. Interessierte Anbieter können sich noch bis 30.09.2022 mit ihrem Konzept bewerben.

Holetschek erläuterte: „Die Börse soll die Suche nach freien, passenden und örtlich günstig gelegenen Pflegeplätzen oder pflegerischen Unterstützungsleistungen bayernweit erheblich vereinfachen. Die gebündelte Darstellung der vielfältigen pflegerischen Hilfen im direkten Lebensumfeld soll Betroffenen und Angehörigen wichtige Unterstützungsmöglichkeiten zeigen. Das kann ihnen bei ihren Entscheidungen helfen – gerade wenn es darum geht, dass der oder die Pflegebedürfte möglichst lange zu Hause bleiben kann.“

Der Minister sagte weiter: „Die Plattform kann zudem dabei helfen, einen passenden stationären Pflegeplatz zu finden. Auch die diversen einschlägigen Beratungsangebote in Bayern – dazu zählen etwa Pflegeberatung, Fachstellen für pflegende Angehörige, Pflegestützpunkte oder die Sozialdienste der Krankenhäuser – sollen die Ratsuchenden durch die Einführung der digitalen Börse noch besser unterstützen.

Entscheidend für die Akzeptanz und Nutzung einer solchen Plattform ist die leichte Handhabbarkeit – für alle Beteiligten. Holetschek erläuterte: „Nicht nur Suchende, sondern auch die Anbieter pflegerischer Leistungen müssen einen unmittelbaren Gewinn von der Teilnahme an der Plattform haben. Sie sollen z. B. durch den Wegfall von telefonischen Aufnahmeanfragen oder durch den vereinfachten Datentransfer bei Aufnahme oder Weiterleitung Zeit für Verwaltung und Dokumentation sparen. Das wiederum kann Leitungspersonal und Pflegekräfte entlasten.“

Ein Start der Plattform im Echtbetrieb soll zum 01.12.2023 erfolgen.

Informationen zur Bewerbung und zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie unter: https://www.stmgp.bayern.de/pflege/aktuelles-aus-der-pflege/

Foto:
h.j.lodermeier

 

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