Eine starke Leistung: Steuerkanzlei geht vorbildlich voran

Umwelt- und Klimapakt: Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger zeichnet Bernhard Hartinger mit Urkunde aus

„Eine starke Leistung“, zeigte sich Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger bei der jüngsten Übergabe der Umwelt- und Klimapakt-Urkunde beeindruckt, die er im Namen des Bayerischen Umweltministeriums kürzlich verleihen durfte. Diesmal gab es eine Besonderheit: Ausgezeichnet wurde kein Unternehmen aus dem produzierenden oder handwerklichen Gewerbe, das sich zumeist im Rahmen des Umweltpakts Bayern engagiert, sondern eines im Dienstleistungssektor. Nämlich die Steuerkanzlei Hartinger, der es laut Haslinger durch eine „kluge Arbeitsprozess- und Ressourcenoptimierung gelungen ist, einen ebenso beachtlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.“ Dass und vor allem wie nachhaltige Unternehmensführung in einer Steuerkanzlei funktionieren kann, machte Inhaber Bernhard Hartinger deutlich.

Ökologie und Ökonomie miteinander verbinden: „Die Steuerkanzlei Hartinger macht es in vorbildlicher Weise vor“, sagte Haslinger beim Termin und ergänzte: „Sie haben sich hier hervorgetan und deshalb freue mich, Ihnen diese verdiente Anerkennung überreichen zu dürfen.“ Weiter betonte der Bürgermeister, der auch den Vorsitz des Umweltsenates inne hat: „Jede Unterstützung – sei es aus der Bürger- oder Unternehmerschaft – die dem Umweltschutz dient und damit nicht zuletzt auch dem vom Stadtrat gesetzten Ziel, in zehn Jahren klimaneutral zu sein, ist für uns eine enorm wichtige und wertvolle Unterstützung. Wir wollen und müssen hier vorankommen.“ Gemeinsam mit Thomas Rottenwallner, dem Leiter des Umweltamts, dankte Haslinger dem Steuerberater für sein freiwilliges Engagement und bestärkte ihn darin, dran zu bleiben und weiterzumachen. Vor gut zwei Jahren setzte Hartinger, der mit seiner gleichnamigen Kanzlei seit über 25 Jahren in der Stadt Landshut verwurzelt ist, den Umweltgedanken in konkrete Taten um. Dabei hat er gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Team – begleitet von einer externen Beraterfirma über den Landesverband für Steuerberater – eine Reihe an innerbetrieblichen Maßnahmen umgesetzt, wovon die Umwelt wie seine Mandanten gleichermaßen profitieren. Darunter: Die Umstellung der internen Arbeitsabläufe mit Digitalisierung der Arbeitsprozesse, die wohl den gewichtigsten Faktor im Sinne des Umweltschutzes eingenommen haben dürften.

„Digitalisierung geht mit Umweltschutz einher“
Denn wie man sich eben eine Steuerkanzlei so vorstellt, visualisierte Hartinger einen Teil des Arbeitsgangs, wurde auch in seinem Betrieb viele Jahre zuvor auf klassische Art und Weise gearbeitet. „Dabei haben wir wahnsinnig viel Papier gewälzt“, so der Steuerberater. Ob Bilanzen oder private Steuererklärungen – vielfach gefertigte Kopien und stapelweise gebundenes Papier für die Kunden erinnerten so manches Mal mehr an einen Copy-Shop denn an einen Kanzleibetrieb, scherzte Hartinger. Durch das Implementieren einer Cloud, die Kunden ermöglicht, die jeweiligen Bilanzen oder Erklärungen digital abzurufen, gehört dieser enorme Papierverbrauch nun der Vergangenheit an. Was von den Mandaten, von denen teilweise ohnehin der Wunsch nach einer digitalen Möglichkeit geäußert wurde, begrüßt und sehr gut angenommen worden sei, freute sich Hartinger. Lobende Worte gab es seinerseits vor allem auch für dessen Mitarbeiter, die ihre gewohnte Arbeitsweise umstellen mussten. „Digitalisierung geht mit Umweltschutz einher. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, diese neuen Wege mitzugehen und die Umweltpolitik intern zu leben, ist ganz wichtig“, zeigte sich Hartinger überzeugt. Nach einer gemeinsamen Analyse, wie viel Papier für interne Zwecke ausgedruckt werde, um einen Fall zu bearbeiten, sei man selbst erschrocken, sodass „Stift und Papier“ zunehmend dem primären Einsatz am Bildschirm gewichen sind.

Erfolgreiche Umweltbilanz: Arbeitszeit, Geld und CO2 eingespart
„Jetzt sparen wir uns Arbeitszeit und zudem Geld, indem wir nicht mehr so viel Papier einkaufen. Gleichzeitig tun wir auch was für die Umwelt, indem wir dadurch CO2 einsparen“, sagte Hartinger. Jährlich erklärtes Ziel sei es, die negativen Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. Was die Kanzlei mit Blick auf deren Umweltbilanz erfolgreich umsetzt: Im Vergleich 2019 zu 2020 wurde Hartinger zufolge nur noch die Hälfte des Papiers gebraucht. In Zahlen ausgedrückt: Für 2020 hatten sich er und seine Mitarbeiter vorgenommen, ihren CO2-Ausstoß um 107 Kilogramm gegenüber 2019 zu reduzieren. Tatsächlich wurde eine Reduzierung von 350 Kilogramm erreicht. Und auch für 2021 hat sich das Team ein ambitioniertes Umweltziel gesetzt: Durch konsequente Fortsetzung der Digitalisierung der Arbeitsprozesse soll der Papierverbrauch und der CO2-Ausstoß um weitere 107 Kilogramm reduziert werden. „Hier sind wir bereits auf einem guten Weg“, hielt Hartinger fest. Durch den Einsatz von Recyclingpapier oder auch dem Kauf von umweltfreundlichem Reinigungsmittel mit dem Zusatz „Blauer Engel“ möchte der Steuerberater darüber hinaus versuchen, seinem Herzensanliegen und dem Kernelement der Firmenphilosophie – Ressourcen zu optimieren und zu schonen – gerecht zu werden und damit seinen persönlichen Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Bildquelle: Stadt Landshut

Bildunterschrift:
Vorbildliches Engagement: (von rechts) Bernhard Hartinger von der gleichnamigen Steuerkanzlei wurde für sein freiwilliges Engagement im Rahmen des „Umwelt- und Klimapakts Bayern“ von Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger und im Beisein von Umweltamtsleiter Thomas Rottenwallner mit einer Urkunde ausgezeichnet.

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