Endlagersuche nun auch per Internet

Atom-Müll: Bundesamt führt online-Konferenzen durch – Bürgerbeteiligung gefragt

Landkreis Landshut. Im Rahmen der Bemühungen und der inzwischen schon jahrzehntelangen Suche nach einem Endlager für die Atom-Abfälle aus den deutschen Atomkraftwerken führt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Berlin) derzeit im Internet Fachkonferenzen durch, zu denen sich Bürger zuschalten und auf diese Weise beteiligen können. Interessant ist in diesem Zusammenhang sicher die virtuelle zweite Fachkonferenz „Teilgebiete zur Endlagersuche“, die vom 10. bis 12. Juni stattfindet.

Bei den online stattfindenden Konferenzen können sich interessierte Personen auch als Kandidaten für Arbeits- und Vorbereitungsgruppen melden. Die konkrete Ausgestaltung und Arbeitsweise der Fachkonferenz hat der (Bundes-)Gesetzgeber bewusst offengelassen. Wer sich zu einem frühen Zeitpunkt einbringen, seiner Perspektive und der eigenen Heimatregion eine Stimme und bundesweite Aufmerksamkeit verleihen will, sollte sich daher sehr wohl beteiligen.

Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Neuwahl der „Arbeitsgruppe Vorbereitung“ am Samstag, 12. Juni, von 15.30 Uhr bis 18 Uhr im Rahmen eines Plenums aller Teilnehmer zu. In diesem Rahmen findet die Neuwahl der Mitglieder der „Arbeitsgruppe Vorbereitung“ statt: Diese Gruppe legt fest, welche Themen auf die Tagesordnung der weiteren online stattfindenden Veranstaltungen behandelt werden.

Anmeldungen sind über die Internet-Seite www.fachkonferenz-anmeldung.de möglich. Allgemeine Informationen zur Endlagersuche und den Beteiligungsmöglichkeiten finden sich unter www.endlagersuche-infoplattform.de. Detaillierte Informationen zur Fachkonferenz vom 10. bis 12. Juni unter https://www.endlagersuche-infoplattform.de/webs/Endlagersuche/DE/Fachkonferenz/zweiter-beratungstermin-node.html;jsessionid=71F44FCB5D8CA729CA2D135AAD872339.1_cid349.

Bildbeschreibung: Am Atomkraftwerks-Standort Isar ist bereits ein Zwischenlager für Atom-Abfälle eingerichtet worden. Wo ein Endlager für Deutschland entstehen soll, darüber können interessierte Bürger auf online stattfindenden Fachkonferenzen des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung mitdiskutieren. Auch die Anmeldungen dazu erfolgen übers Internet (siehe Artikel).
Bildquelle: (Luftbild: Klaus Leidorf)

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