Englische Woche, Teil drei: Rote Raben mit Rückenwind nach Dresden

Fünf Punkte haben die Roten Raben in den letzten Tagen eingesammelt – in zwei ganz unterschiedlichen Spielen: In Neuwied gab’s einen schnörkellosen Drei-Satz-Erfolg, während der Heimsieg gegen Erfurt das Ergebnis eines spektakulären Tiebreak-Dramas war.

Nun wartet zum Abschluss der englischen Woche die – von der Papierform her eindeutig schwierigste – Aufgabe: Am Dienstag (19 Uhr) gastieren die Schützlinge von Cheftrainer Florian Völker beim Dresdner SC.

Die Sächsinnen haben traditionell ein sehr gutes Team und hohe Ziele. Mit 12 Punkten aus 7 Spieltagen liegen sie allerdings derzeit in der Tabelle nur einen Zähler vor den Raben; am Samstag kassierte der DSC vor 2.800 Zuschauern in der heimischen Margon- Arena eine herbe 0:3-Niederlage gegen die Ladies in Black. Man darf getrost davon ausgehen, dass Kapitänin Jennifer Janiska und Co. schnelle Wiedergutmachung betreiben und nun gegen Vilsbiburg eine Reaktion zeigen wollen.

Auf der anderen Seite gibt es für die Roten Raben keinen Grund, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Das Team hat in den letzten zwei, drei Partien sukzessive wieder seinen Rhythmus gefunden und parallel dazu positive Resultate geliefert. Das 3:2 gegen starke Erfurterinnen wurde von Florian Völker eindeutig in der Kategorie „zwei gewonnene Punkte“ verbucht.

Es war ein Sieg des Willens, auf den sich mit Blick auf die nächsten Aufgaben vortrefflich aufbauen lässt. Das mannschaftliche Kollektiv hat gut funktioniert und sich auch in zwischenzeitlich schwierigen Phasen nicht vom Erfolgsweg abbringen lassen; dazu kam die individuelle Glanzleistung von Außenangreiferin Suvi Kokkonen (34 Punkte), die an diesem Abend schier unaufhaltsam ihre offensiven Kreise zog.

In Dresden wollen die Roten Raben ihre ansteigende Formkurve bestätigen – wobei der Coach betont, man solle in die jüngste Niederlage des DSC gegen Aachen „nicht zu viel reininterpretieren“. Der Gegner, so Florian Völker, sei „weiterhin eine Top-Mannschaft“. Mit dem Rückenwind der letzten Spiele und einem ähnlichen Energielevel wie gegen Erfurt wollen die Raben in der Margon-Arena gleichwohl ihre Chance suchen. Die personellen Voraussetzungen sind intakt, der Kader tritt in voller Besetzung bereits am Montagmittag die Fahrt in die sächsische Landeshauptstadt an.

Foto:

Andreas Geißler

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