„Es bewegt sich einiges“

Abgeordneter Radlmeier sprach mit Bürgermeister Kofler über Gemeindeentwicklung

Eching. Von A wie Auslagerung der Feuerwehr bis Z wie Zukunftskonzept: In der Gemeinde Eching steht eine ganze Reihe von Projekten an. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) sprach mit Bürgermeister Max Kofler über die wichtigsten.

In den Ortsteilen der Gemeinde Eching sei vieles im Umbruch, schilderte Bürgermeister Max Kofler dem Abgeordneten Helmut Radlmeier. So müsse man in Viecht die Feuerwehr und den Bauhof aus der Ortsmitte aufgrund von Platzmangel verlagern. „Dafür haben wir einen städtebaulichen Realisierungs-Wettbewerb ausgelobt. Das Interesse war enorm: 80 Bewerbungen gingen ein“, blickte Kofler zurück. Ausgesiedelt werden sollen Bauhof und Feuerwehr an den Ortsrand. Um Synergieeffekte zu nutzen, sei man bestrebt, beides möglichst zeitgleich zu errichten. „Der Zeitplan dafür ist durchaus sportlich“, meinte Kofler. Schon Anfang 2023 sei der Baubeginn angedacht.

Das Feuerwehrgerätehaus sei so geplant, dass es weit in die Zukunft ausreichend Platz für Fahrzeuge und Gerätschaften bietet. Im Zuge der Verlagerung ändere sich auch im aktiven Dienst der Feuerwehren etwas: „Die Feuerwehren von Viecht und Eching-Kronwinkl fusionieren und treten künftig als Feuerwehr Eching an“, informierte Kofler.

Ideen für die Ortsmitte

Viechts Ortsmitte werde derzeit im Rahmen eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) überplant. „Die großen Stärken des vom Freistaat geförderten ISEKs sind die strategische Herangehensweise und die aktive Bürgerbeteiligung. Das Potenzial, das sich hier in Viecht bietet, wird dadurch bestimmt gut genutzt werden“, war Radlmeier überzeugt. Ideen gebe es tatsächlich schon eine Reihe, so Kofler. Er selbst könne sich etwa gut vorstellen, mit einem neuen Kindergarten mehr Leben in den Ort zu bringen. In Nachbarschaft eines künftigen betreuten Wohnens könne man so auch Alt und Jung zusammenbringen. Wohin die Reise letztendlich gehe, werde sich aber erst im Rahmen des Verfahrens zeigen, hielt Kofler fest. Für das restliche Gemeindegebiet habe man zusammen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung ein Gemeindeentwicklungskonzept auf den Weg gebracht, um auch die anderen Ortsteile zu entwickeln.

Eine echte Herausforderung in der Gemeinde sei immer mehr die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum, berichtete der Bürgermeister. „Wir haben auf dem freien Markt eine extreme Preisspirale nach oben“, schilderte Kofler. „Ich sehe es daher als unsere Aufgabe als Gemeinde, dass wir Bauplätze schaffen, die man sich noch leisten kann“, betonte der Bürgermeister. In Haunwang habe man im Zuge eines Einheimischen-Modells 17 Parzellen an Gemeindebürger vergeben. Weitere 15 Bauplätze werden in einer zweiten Tranche vergeben. „Die Nachfrage bei uns ist weiter ungebrochen. Auf die ersten 17 Plätze hatten wir rund 180 Bewerbungen“, so Kofler.

Rad-Brücke besprochen

Helmut Radlmeier sprach beim Austausch auch die seit längerem gewünschte Fahrradbrücke über die Isar an. „Bürger wünschen sich eine Radverbindung über die Isar. Dank dem Brückenschlag wären künftig Eching und Bruckberg direkt verbunden“, fasste der Abgeordnete zusammen. Kofler und Radlmeier vereinbarten, das Anliegen in einer Gesprächsrunde mit dem Landkreis und weiteren Behörden zu besprechen.

Auch der Bürgermeister hatte zwei Anliegen für seinen Gast: „Beim Breitbandanschluss unserer Schulen im Schulverbund hakt es etwas“. Die Anträge seien vor mehreren Wochen gestellt worden, eine Rückmeldung habe man aber noch nicht erhalten. Hierzu, wie auch zur Radbrücke, vereinbarten Kofler und Radlmeier in Kontakt bleiben und vorankommen zu wollen.

Bildunterschrift: Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) und Bürgermeister Max Kofler (l.) sprachen über die Entwicklung der Gemeinde Eching.
Foto: Josef Amann

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