Extrem Arbeitsreiche Silvesternacht für die Landshuter Feuerwehr – 15 Einsätze innerhalb eines Tages

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut blickt auf eine sehr arbeitsreiche Silvesternacht 2022/2023 zurück.

 Alleine zwischen 22:20 und 1:20 mussten sechs Landshuter Löschzüge (Stadt, Achdorf, Rennweg, Hofberg, Siedlung und Schönbrunn) zu 12 Einsatzstellen im Stadtgebiet ausrücken. Um 5:04 folgte schließlich noch eine Alarmierung für den LZ Münchnerau zu einem Verkehrsunfall im Gemeindegebiet Altdorf und bereits am Nachmittag des 31.12.2022 mussten der LZ Frauenberg und der LZ Stadt zu einer eiligen Türöffnung im Bereich Auloh ausrücken. Somit waren an Silvester alle Landshuter Löschzüge mindestens einmal im Einsatz.

Den Anfang der Silvestereinsätze machte am Nachmittag des 31.12. gegen 15:00 eine eilige Türöffnung im Bereich Auloh. Wegen eines vermuteten medizinischen Notfalls öffnete die Feuerwehr in Absprache mit der Polizei die Haustüre gewaltsam. In der Wohnung konnte jedoch niemand angetroffen werden. Die weiteren Ermittlungen laufen über die Polizei.

Den Auftakt zur Silvesternacht bildete um 22:20 ein lichterloh brennendes Dixieklo am Rennweg. Die Feuerwehr löschte die brennenden Überreste mit Atemschutz und Löschschaum ab. Kurze Zeit später folgte eine automatische Brandmeldung in einem Wohnheim an der Niedermayerstraße. Der Alarm stellte sich bei Erkundung als Fehlalarm heraus. Wiederum einige Minuten später wurde den Einsatzkräften ein brennender Papiercontainer an der Hopfenstraße gemeldet. Dieser wurde von Atemschutzträgern mit Wasser und Löschschaum abgelöscht. Nahezu parallel musste am Eisstadion ein brennender Mülleimer abgelöscht werden. Vor dem Jahreswechsel folgte dann noch eine weitere Türöffnung im Innenstadtbereich. Der Mitteiler meldete hier zusätzlich tropfendes Wasser aus der betroffenen Wohnung. Nachdem die Feuerwehr die Türe gewaltsam geöffnet hatte, wurde eine defekte Leitung im Boden festgestellt. Die ebenfalls mit anwesenden Objektverantwortlichen übernahmen daraufhin die weiteren Maßnahmen.

Nach Mitternacht dauerte es gerade mal 12 Minuten, ehe den Einsatzkräften ein unklarer Feuerschein mit Rauchentwicklung im Bereich des Asternwegs mitgeteilt wurde. Dieser Einsatz stellte sich zwar als Fehlalarm in Folge eines Lagerfeuers heraus, doch innerhalb der nächsten Stunde sollten dann nochmals sechs Einsätze folgen. Um 00:18 schlugen innerhalb einer Minute die automatischen Brandmeldeanlagen der Heilig-Geist-Kirche und der Regierung von Niederbayern an. In beiden Fällen wurden die Gebäude intensiv mit Wärmebildkameras abgesucht, ein Brand konnte nicht festgestellt werden. In beiden Fällen gilt auf Grund der vorgefundenen Lage ein Auslösen der Brandmelder durch hereinziehende Feuerwerksschwaden als sehr wahrscheinlich. Um 00:40 folgte dann die nächste automatische Brandmeldung eines Objektes an der Porschestraße. Auch hier handelte es sich um einen Fehlalarm, ausgelöst durch einen mutwillig eingeschlagenen Druckknopfmelder.

Um 00:50 und 1:10 mussten in der Wolfgangsiedlung in der Weilerstraße und in der Füttererstraße noch zwei brennende Mülltonnen abgelöscht werden, ehe schließlich um 1:15 in Achdorf am Felix-Meindl-Weg noch ein großer Papiercontainer lichterloh in Flammen stand. Dieser wurde durch Atemschutzträger mit Wasser und Löschschaum abgelöscht.

Der letzte Alarm der Nacht folgte kurz nach 5:00 für den Löschzug Münchnerau gemeinsam mit der Feuerwehr Altdorf. Im Gemeindegebiet Altdorf wurde ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person gemeldet. Die ersteintreffende Feuerwehr Altdorf konnte hier insoweit schnell Entwarnung geben, dass die Person nicht mehr im Fahrzeug eingeklemmt war. Der LZ Münchnerau konnte somit den Einsatz abbrechen. Alle weiteren Maßnahmen wurden durch die Feuerwehr Altdorf durchgeführt.

Am Nachmittag des Neujahrstags mussten die Einsatzkräfte dann noch einen brennenden Laubhaufen an der Flutmulde im Bereich des Harlanderviertels ablöschen.

Sämtliche Brandeinsätze sowie zwei der vier automatischen Brandmeldungen stehen aus Sicht der Feuerwehr auf Grund der vorgefundenen Melde- und Schadensbilder im direkten Zusammenhang mit der Silvesternacht. Bei den Bränden gilt jeweils eine Entzündung durch Feuerwerkskörper als wahrscheinlichste Brandursache. Die Polizei hat jeweils die entsprechenden weiteren Ermittlungen aufgenommen. Den entstandenen Sachschaden kann die Feuerwehr nicht beziffern. Alles in allem war es für die Landshuter Feuerwehr eine der arbeits- und einsatzreichsten Silvesternächte seit vielen Jahren, die auch die Einsatzzahlen in Silvesternächten vor Corona zum Teil deutlich übersteigt.

Fotos:

FF Landshut

 

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