Fräulein Toni unterwegs in Landshut – Folge 2

Ein neues Jahr und die Sache mit den guten Vorsätzen

Kaum sind die letzten Weihnachtsplätzchen verputzt, die leckere Weihnachtgans nebst Knödel verspeist und die ersten Tannennadeln beginnen sich vom Christbaum zu verabschieden, ist es schon wieder so weit.Das neue Jahr steht vor der Tür. Was mag es bringen, wie wird es nach einem 2021 weitergehen?

Aber nicht nur die Erwartungen an das neue Jahr beschäftigen uns, sondern auch die guten Vorsätze, die wir fassen. Vielleicht kommen zu den immer wiederkehrenden, neue hinzu, die spätestens Mitte Januar wieder vergessen und über Bord geworfen sind.

Meine guten Vorsätze unterscheiden sich kaum vom letzten Jahr.

Wie man unschwer erkennen kann, gehört gutes Essen zu meinen Leidenschaften. Darauf kann ich nicht verzichten. Schon gar nicht auf ein feines Dessert, Kuchen und Süßigkeiten. Allein beim Spaziergang durch die Altstadt lachen sie mich aus den Schaufenstern an, die zahlreichen Leckereien. Hier die wunderbaren selbstgemachten Torten, dort die von Hand gefertigten Pralinen. Viele kleine süße und feine Kunstwerke. Für jeden Geschmack etwas, wer soll da widerstehen.
Vielleicht schaffe ich im neuen Jahr mehr als die drei Tage, als beim letzten Mal. Bis jetzt ist mein Wille stark.
Etwas neugierig wäre ich schon, was sich unsere Landshuter Persönlichkeiten so fürs neue Jahr vornehmen. Einiges würde mir hier schon einfallen, wenn ich beispielsweise an die Damen und Herren im Stadtrat denke.
Künftig pünktlich zu den Sitzungen zu erscheinen, wäre sicherlich für den einen oder die andere ein leicht umsetzbarer Vorsatz. Das ging früher in der Schule doch auch.
Eine Steigerung wäre da in Einzelfällen, dass man die Hausaufgaben zu Hause macht und die Sitzungsvorlagen bereits durchgearbeitet hat und nicht völlig erstaunt ist, wenn die Beschlussentwürfe im Laufe der Sitzung an der Wand erscheinen.
Ein Verzicht oder eine Reduzierung der Social Media Beiträge auch eine Möglichkeit, zumindest wenn es nur der reinen Selbstdarstellung und dem eigenen Ego dient, und mehr die Jagd nach Likes und Followern im Vordergrund steht als Inhalte und Themen. Aber es ist halt auch so schön, wenn man mit dem Jubel der Follower sein Selbstbewusstsein etwas aufpolieren kann.
Aber nix für ungut, einfach nur meine Gedanken und wie heißt es in einem schönen Volkslied von Hoffmann von Fallersleben:
„Die Gedanken sind frei …!“ In diesem Sinne einen guten Rutsch und Prosit Neujahr.
Euer Fräulein Toni
Karikatur: Hans Trepesch

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