Ganz knapp vorbei am Punktgewinn: Starke Raben verlieren in Dresden mit 1:3

Nur einen Wimpernschlag waren die Roten Raben entfernt vom ersten Punktgewinn in dieser Saison gegen eines der „großen“ Teams der Liga – aber es hat nicht sollen sein.

Die Schützlinge von Florian Völker unterlagen nach einer couragierten, kampfstarken und auch spielerisch ansehnlichen Vorstellung in vier engen Sätzen beim Dresdner SC mit 1:3 (22:25, 26:24, 20:25, 26:28). Dass die Vilsbiburgerinnen am Ende eines spannenden Volleyball-Abends mit leeren Händen dastanden, hatten sie angesichts ihrer Gesamtleistung nicht verdient. Aber sie ließen im letzten Durchgang vier Satzbälle ungenutzt – während Dresden gleich seinen ersten Matchball verwandelte.

Los ging’s in der Margon-Arena auf Raben-Seite mit der zuletzt erfolgreichen Aufstellung: Zuspielerin Wilma Rivera, Dayana Segovia auf Diagonal, Suvi Kokkonen und Channon Thompson im Außenangriff, Yeisy Soto und Avery Heppell im Mittelblock plus Libera Kirsten Knip. Nach fast ausgeglichenem Start (7:8) gerieten die Raben mit 8:14 in Rückstand. Bis auf 19:21 kamen die Gäste noch heran, mussten aber nach umkämpftem Satz-Finish ein 22:25 akzeptieren.

Auch im zweiten Durchgang war es das Duell zweier gleichstarker Teams. Bei 12:15 wechselte Raben-Coach Florian Völker Lisa Arbos für Channon Thompson und bei 18:21 Britte Stuut für Avery Heppell ein, woraufhin die neue Formation erst bei 22:24 zwei Dresdner Satzbälle abwehrte und sogleich in Person von Suvi Kokkonen mit 26:24 selbst den Deckel draufmachte.

Der Satzausgleich war verdienter Lohn für einen mutigen Auftritt der Raben, die mit unveränderter Aufstellung in den dritten Durchgang gingen. Und wieder war es richtig eng, über 10:10 ging es zum 15:17, als dem DSC ein Fünf-Punkte-Lauf gelang. Bei 15:22 konnte Vilsbiburg nur noch verkürzen (auf 20:23), aber nicht mehr gleichziehen: Mit 20:25 ging der Satz verloren.

Ultimatives Drama dann im vierten Abschnitt, den die Raben wieder mit Channon Thompson in Angriff nahmen – und mit noch mehr Leidenschaft und Power. Ein 5:8 glichen sie bei 11:11 aus und zeigten sich wild entschlossen, das Match in den Tiebreak zu tragen. Vilsbiburg zog in einer ganz starken Phase auf 23:18 davon, hatte ab 24:22 insgesamt vier Satzbälle – und konnte keinen verwerten. Die Folge: Dresden bog das Ding noch um: 26:28 und damit 1:3 aus Sicht der Roten Raben.

„Das tut einfach weh“, bekannte Florian Völker kurz nach Spielende. Der Coach hatte jedoch auch allerhand Positives bei seinem Team gesehen: „Einstellung und Energie waren sehr gut. Wir waren relativ nah dran an Dresden, ein bisschen Konstanz hat gefehlt.“ MVP bei den Raben wurde Yeisy Soto, zugleich Top-Scorerin mit 19 Punkten, gefolgt von Suvi Kokkonen (18) und Dayana Segovia (13). Am kommenden Wochenende macht die Bundesliga wegen des Pokal-Halbfinals Pause, weiter geht’s für die Roten Raben am Samstag, 17. Dezember, mit dem Auswärtsspiel bei den Ladies in Black Aachen.

Foto:

Hermann Boxleitner

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