Größtes Straßenbauprojekt Niederbayerns wird konkret

Verkehrsminister Bernreiter und Regierungspräsident Haselbeck nehmen Antrag auf 6-streifigen Ausbau der A 3 zwischen Deggendorf und Hengersberg entgegen.

Das größte Straßenbauprojekt in Niederbayern geht in die nächste Phase: Verkehrsminister Christian Berneiter und Regierungspräsident Rainer Haselbeck freuten sich über den offiziellen Antrag auf Planfeststellung, sozusagen den „Baugenehmigungsantrag“, des 6-streifigen Ausbaus der A 3. Stefan Pritscher, der Leiter der Außenstelle, Niederlassung Südbayern Autobahn GmbH, überreichte fünf umfangreiche Ordner mit Planunterlagen. Die Regierung von Niederbayern wird nun als zuständige Planfeststellungsbehörde das Genehmigungsverfahren einleiten.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sieht das nun beginnende Verfahren positiv: „Ich freue mich, dass es beim Ausbau der A 3 zwischen Deggendorf und Hengersberg mit dem Antrag auf Planfeststellung nun vorwärts geht. Die derzeitige Donaubrücke, die im Zuge des Ausbaus durch einen Neubau ersetzt werden soll, ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Umso mehr hoffe ich auf ein schnelles Verfahren und dass es keine Verzögerungen durch Klagen gibt, damit im Anschluss auch mit dem Bau zügig begonnen werden kann. Der Anteil des Schwerlastverkehrs ist in diesem Bereich der Autobahn ausgesprochen hoch und macht einen Ausbau unumgänglich, da durch den sanften Ausbau der Donau ohne Staustufen auch nicht genügend Güterverkehr auf die Wasserstraße verlagert werden kann, um hier eine signifikante Entlastung zu erreichen. Durch den Ausbau wird der Streckenabschnitt aber nicht nur leistungsfähiger, sondern für alle Verkehrsteilnehmer auch sicherer, wovon schließlich die ganze Region profitiert.“

„Ein Straßenbauprojekt der Superlative. Die A3 ist die Hauptverkehrsader aus Südosteuropa nach Deutschland und darüber hinaus eine wichtige Achse für den europäischen Verkehr. Der Ausbau ist insbesondere auch für die wirtschaftliche Entwicklung Niederbayerns von großer Bedeutung – er stärkt unsere Oberzentren Deggendorf und Plattling“, sagte Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

„Bei unseren vielen Terminen vor Ort wurde uns immer wieder gesagt, wie wichtig die schnelle Umsetzung des Projekts für die ganze Region ist“, bestätigte Stefan Pritscher.

Der 6-streifige Ausbau ist seit Dezember 2016 im Bundesverkehrswegeplan 2030 im „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft und erstreckt sich mit einer Länge von circa 10,7 km über die Große Kreisstadt Deggendorf und die Gemeinde Niederaltaich bis zum Markt Hengersberg. Die genehmigten Kosten liegen bei rund 307 Millionen Euro.

Die durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge zwischen dem Autobahnkreuz Deggendorf und der Anschlussstelle Hengersberg lag im Jahr 2017 bei 58.700 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 20 Prozent. Für das Jahr 2035 wird eine durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge von 64.000 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von rund 27 Prozent vorhergesagt. Kernstück der Maßnahme ist der Neubau der circa 900 m langen Donaubrücke bei Deggendorf.

BU (von links): Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Verkehrsminister Christian Berneiter, Stefan Pritscher, Leiter der Außenstelle, Niederlassung Südbayern Autobahn GmbH und Helmut Maier, Geschäftsbereichsleiter Planung Außenstelle Deggendorf.
Foto: Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

 

weitere Beiträge