Große Schwankungsbreiten in der Wocheninzidenz

Zeitlicher Eingang der Befunde bestimmt die Entwicklung

„Die 7-Tage-Inzidenz bildet die Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab. Bei den Fällen der letzten sieben Tage handelt es sich um die aufsummierten Fälle mit Meldedatum der letzten sieben Tage sowie Fallmeldungen, die mit Meldedatum des Aktualisierungstages bis 08:00 Uhr eingegangen sind.“ So beschreibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit diese Wocheninzidenz, die als eine der Kennzahlen für die Bewertung des Infektionsgeschehens innerhalb einer Region herangezogen wird. Da nach der 12. Bayerischen Infektionsschutzverordnung nun mögliche Lockerungen oder Verschärfungen an diesem Wert gekoppelt sind, kommt der Inzidenz besondere Bedeutung zu. Sie liegt für den heutigen Tag bei 60,7 für den Landkreis Landshut, bei 84,5 in der Stadt Landshut. Maßgebliche Quelle sind hier die täglichen Meldungen des Robert-Koch-Instituts. In den vergangenen Tagen haben diese Werte aber stark variiert – mit deutlichen Steigerungen.

Das Datum, an dem die Neuinfektion verzeichnet wird, ist hier ausschlaggebend. Denn die 7-Tages-Inzidenz berücksichtigt immer – wie es der Name schon sagt – fortlaufend die neuen positiven Corona-Befunde innerhalb der vergangenen sieben Tage (unabhängig vom Wochentag). Ein Beispiel: Wenn also im Wochen-Verlauf Tag 1, an dem wenige Neuinfektionen bekannt geworden sind, vollständig aus der Statistik fällt und ein Tag 7 mit deutlich mehr Infektionen neu in die Rechnung mit einbezogen wird, schwankt naturgemäß auch die Wocheninzidenz. Da vergangene Woche ein eher niedriges Infektionsgeschehen verzeichnet wurde (an einem Tag wurde lediglich eine Neuinfektion gemeldet, an einem Tag ging sogar kein positiver Befund ein), in dieser Woche aber deutlich mehr Fälle verzeichnet werden, kommt es zu solchen merklichen Steigerungsraten. Es ist die zusehende Ausbreitung der britischen Virusmutation, auf die dieses aufflammende Infektionsgeschehen zurückzuführen ist.

So kann es zum Beispiel durchaus vorkommen, dass die Wochen-Inzidenz zwar steigt, die Zahl der aktiven Fälle (auch „aktive Infektionen“ genannt), also die Zahl der aktuell Erkrankten, aber zurückgeht. Denn die Zahl der „aktiven Infektionen“ (240) errechnet sich wie folgt: Von der Zahl der Indexfälle (alle Infektionen seit Beginn der Pandemie – heute 8 016) wird die Zahl der Genesenen (7 528) abgezogen sowie die der Todesfälle (248). Zu der Gruppe der Genesenen ist festzustellen, dass dazu die infizierten Personen zählen, deren häusliche Quarantäne aufgehoben werden konnte.

15, das sind fünf weniger als am Vortag, mit dem Corona-Virus infizierte Patienten werden aktuell in den regionalen Krankenhäusern auf den Normalstationen isoliert, elf (+ 2) Betroffene werden intensivmedizinisch betreut. (Stand: 10.03.2021)

– CW –

Bildquelle: Landratsamt Landshut

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