Grüne im Landkreis sprechen über Isar 2

Neben dem Landesparteitag in Landshut, auf dem Katharina Schulze und Ludwig Hartmann vergangenes Wochenende als Spitzenduo zu Landtagswahl gewählt wurden, sprachen die Grünen im Landkreis Landshut auf ihrer Vorstandssitzung auch über die mögliche Einsatzreserve von Isar 2. Rosi Steinberger, MdL dazu:

 „Es ist doch absurd, dass durch die Unzuverlässigkeit der französischen AKWs Isar 2 zur Netzstabilisierung möglicherweise über den 31.12.2022 hinauslaufen muss. Und das, nachdem erst kürzlich bekannt geworden ist, dass Isar 2 reparaturbedürftig ist. Es wird dringend Zeit, dass wir von dieser Hochrisikotechnologie wegkommen. Gerade am Beispiel Frankreich wird klar, dass Atomkraft alles andere als ein Garant für sichere oder zuverlässige Stromerzeugung ist.“

Das BMWK trifft jetzt alle nötigen Vorbereitungen für eine mögliche Einsatzreserve.

Die Entscheidung der Bundesregierung, ob Isar 2 über den 31.12. hinaus am Netz bleibt, wird Anfang Dezember erwartet und folgt einem Monitoring, das überprüft, wie viele Atomkraftwerke in Frankreich zur Verfügung stehen, und wie die Pegelstände in den Flüssen sind, die zur Kühlung der Kohlekraftwerke und zum Transport von Kohle benötigt werden.

Nominierter Landtagskandidat Johannes Hunger äußerte sich frustriert: „Man muss sich vor Augen führen, dass diese Situation erst durch politische Fehlentscheidungen in Frankreich und eine schlechte Energiepolitik der Union entstanden ist. Wenn Frankreich nicht voll auf Atomkraft gesetzt hätte, wenn die CSU nicht Windräder in Bayern verhindert und die Stromleitungen aus dem Norden absichtlich ausgebremst hätte, dann hätten wir diesen Winter keine Probleme und könnten Isar 2 getrost abschalten. Gerade die CSU sollte sich in dieser Lage zurückhalten und die Situation nicht durch populistische Forderungen nach neuen Atomkraftwerken weiter verschärfen. Schließlich sind sie hauptverantwortlich für die jetzigen Probleme.“

„In so eine Situation wie diesen Winter darf Bayern nicht noch einmal geraten.“, so Franziska Schmidt, Sprecherin der Landkreis Grünen: „Wir müssen beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Bayern richtig Tempo machen. Nicht nur um das Klima zu schützen, sondern auch um uns von Gas und Atom endlich unabhängig zu machen. Es ist für mich unfassbar, dass der Staatsregierung unsere Energiesicherheit so gleichgültig ist. Jetzt, wo sie 10H nicht mehr halten kann, bringt sie das nächste 1000 Meter-Blockade-Gesetz auf den Weg, anstatt unsere Energieversorgung und damit auch unsere bayerische Wirtschaft langfristig zu sichern.“

Foto:
Die Grünen

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