„Haben lange genug gewartet“

Landrat Peter Dreier erneuert seine Forderung zur temporären Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Isar 2

Es braucht nun endlich eine Entscheidung: Landshuts Landrat Peter Dreier hat erneut die Forderung aufgestellt, die Laufzeit des Atomkraftwerks Isar 2 zu verlängern.

„Viele Menschen wissen nicht, wie sie angesichts extrem gestiegener Energiekosten über den Winter kommen sollen und wir verlieren wertvolle Zeit in endlosen Diskussionen“, äußert Dreier sein Unverständnis – zumal der Betreiber auch eine gewisse Vorlaufzeit benötigt, den Betrieb über den eigentlichen Endpunkt zum Jahresende fortsetzen zu können. Bereits im letzten Winter hatte sich Dreier für die temporäre Fortführung des Betriebs des Kernkraftwerkes Isar 2 in Ohu/Essenbach ausgesprochen. „Natürlich nicht unbegrenzt, sondern nur für drei bis fünf Jahre“, erklärt der Landrat seine Intention.

In seinen Augen ist die Energiewende noch nicht ansatzweise an dem Punkt angelangt, an dem die Versorgungssicherheit von Wirtschaft, Infrastruktur und Bevölkerung gewährleistet ist. „Bis dahin auf gut Glück zu agieren und sich von Energiezulieferungen aus dem Ausland abhängig zu machen, halte ich für grob fahrlässig – vor allem bei der aktuellen weltpolitischen Lage.“

Foto: Archiv DIESUNDDAS/hjl

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