Heimat in der Cloud

Besuch von Rosi Steinberger und den Grünen im Neuen Geschichtsboden in Vatersdorf

Jeder Internetnutzer kennt inzwischen die „Cloud“: eine Möglichkeit, im Internet Daten zu speichern. Im Neuen Geschichtsboden in Vatersdorf, im Stammhaus der Leipfinger-Bader GmbH, gibt es nun etwas Einzigartiges:  eine analoge „Cloud“, eine „Heimatcloud“ sogar – was man als Heimatwolke eher schlecht als recht übersetzen kann.

Über dieses neuartigen Konzept zur Heimatforschung informierten sich die Landtagsabgeordnete der Grünen Rosi Steinberger und weitere Parteimitglieder am vergangenen Freitag in Vatersdorf. Dort ist eine Ausstellung entstanden, die so wohl noch keiner zu Gesicht bekommen hat. Dr. Stefanje Weinmayr und Hans Schneider nahmen sich viel Zeit, ihr Konzept von Geschichtsvermittlung zu präsentieren.
Der weit über die Region hinaus bekannte Heimatforscher Hans Schneider musste 2017 seinen angestammten Platz in Buch am Erlbach verlassen und zog mit seinem „Geschichtsboden“ nach Vatersdorf um, wo er von der Kastulus-Bader-Stiftung gerne aufgenommen wurde. Mit Hilfe der Kunsthistorikerin und erfahrenen Ausstellungsmacherin Dr. Stefanje Weinmayr entstand so ein Kaleidoskop von Artefakten und Erinnerungen, die akribisch über eine lange Zeit zusammengetragen worden sind.
Steinberger und ihre Begleiter*innen, darunter Stadträtin Sigi Hagl und Kreisrat Martin Schachtl zeigten sich sehr angetan von der Fülle und Vielfalt der Inszenierung. „Wie bei einem Wimmelbild findet man immer wieder Neues“, zeigte sich Rosi Steinberger begeistert. Dabei werde auch jedes noch so kleine Erinnerungsstück ausführlich erklärt, wenn man sich dafür Zeit nimmt.
Zeit braucht man auch für die derzeit laufende Sonderausstellung „Zeitlang“ der SZ, die ebenfalls in Vatersdorf  gezeigt wird. Jüngeren Besuchenden muss man diesen Begriff vermutlich erklären. „Zeitlang“ bedeutet nichts anderes als „Sehnsucht“ –  auf bayerisch. Wenn man etwas kaum noch erwarten kann, hat man danach Zeitlang. Zumindest bei der Ausstellung kann man da abhelfen, so Stefanje Weinmayr.

Die Ausstellung ist noch bis Ende November geöffnet und wird von einer Reihe von Veranstaltungen begleitet. Alle Informationen unter www.geschichtsboden.de

Bildquelle: Büro Steinberger

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