Hilfe für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Stadt Landshut nimmt ab sofort auch Sachspenden entgegen

 

Benötigt werden neben Kleidung für Frauen und Kinder auch Hygieneartikel und Spielsachen Mittlerweile rund 120 Schutzsuchende im Erstversorgungszentrum Alte Weberei eingetroffen

 

Die überwältigende Hilfsbereitschaft der Landshuterinnen und Landshuter für die von Krieg und Flucht betroffene Zivilbevölkerung der Kriegsgebiete in der Ukraine ist nach wie vor ungebrochen. Sachspenden wurden bisher in erster Linie von engagierten Vereinen und privaten Initiativen entgegengenommen, die zudem anschließend in vorbildlicher Weise die Lagerung und Verteilung an Bedürftige nicht zuletzt direkt in die Krisenregion organisiert haben. Nachdem nun die ersten 120 Schutzsuchenden aus der Ukraine – darunter ganz überwiegend Frauen und Kinder im Alter unter 14 Jahren – im städtischen Erstversorgungszentrum „Alte Weberei“ eingetroffen sind, richtet auch die Stadt Landshut eine Sammelstelle für Sachspenden ein. Für die vor Ort untergebrachten Flüchtlinge werden allem voran Damen- und Kinderkleidung, Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo und Produkte zur Zahnpflege sowie Spielsachen insbesondere für Kinder unter zwölf Jahren benötigt. Geeignete Waren können ab Dienstag, 15. März, auf dem Messegelände an der Niedermayerstraße (Nähe Städtisches Impfzentrum) abgegeben werden; der Anfahrtsweg wird ausgeschildert. Die Sammelstelle ist dienstags bis samstags jeweils von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

„Mit Ankunft der ersten Schutzsuchenden aus den ukrainischen Kriegsgebieten in Landshut ist nun klar, welche Güter den Flüchtlingen, die bei uns eintreffen, wirklich weiterhelfen“, so Thomas Schindler, Leiter des Zivil- und Katastrophenschutzes der Stadt. „Damit können wir den vielen Hilfswilligen, die es erfreulicherweise in unserer Region gibt, jetzt endlich genauer sagen, was benötigt wird, um die Bedürftigen zielgerichtet zu unterstützen.“ Von den Sachspenden, die in der zentralen Sammelstelle der Stadt abgegeben werden, sollen zunächst die Schutzsuchenden vor Ort profitieren. „Sollte das Spendenaufkommen diesen Bedarf übersteigen, werden wir bei der Weiterleitung der Hilfsgüter auch in das Kriegsgebiet mit den bestehenden Initiativen von Vereinen und Hilfsorganisationen aus der Region zusammenarbeiten und deren Netzwerke nutzen“, betont Schindler. „Dadurch ist gewährleistet, dass jede Spende direkt die Betroffenen erreicht.“

– JV –

 

Foto: Archiv DIESUNDDAS/hjl

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