„Ich entlaste die Stadt“

Der Landshuter Sozialpädagoge Wolfgang Holibka, hat eine Möglichkeit gefunden, die Umwelt und den Stadtverkehr zu entlasten, sich dadurch sportlich zu betätigen und um sich physisch wohl zu fühlen.

Lastenräder mit zwei Rädern nehmen derzeit die Rolle von Trendsettern ein, was unter anderem daran liegt, dass sie bei Kurierdiensten immer beliebter werden. Am häufigsten anzutreffen ist die Version mit einem langen Radstand sowie einer Transportkiste zwischen Fahrersitz und Vorderrad.

Lastenräder gibt es schon lange. Sie sind nur lange Zeit vergessen gewesen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann der Lastenradbau mit der Konstruktion von Fahrrädern, die durch drei Räder kippsicher waren und sich durch eine große Ladefläche hervorragend zum Transport von schweren Waren eigneten.

Wolfgang Holibka ist in der ambulanten Jugendhilfe tätig und hat über den Tag verteilt viele Termine in der Stadt und im Landkreis Landshut zu absolvieren. Vor allem wenn sich die Termine im Stadtgebiet bewegen, und er sehr viele verschiedene Materialien zu transportieren hat, dabei musste er feststellen, dass er immer das Auto als fahrendes Schließfach dabeihat, und für vier verschiedene Termine vier verschiedene Materialien braucht. Diese sind Spiele, pädagogische Materialien, Schwimmgeräte oder zum Bsp. Kletterseile.

Da sich Holibka ständig mit diesem Problem konfrontiert sah und sich intensiv damit beschäftigte, wie man ein solches Problem irgendwie besser bewältigen könne, ist er auf das Projekt Lastenrad-Test.de gestoßen, wo Lastenräder präsentiert und besichtigt werden können.  Dabei hatte er drei Monate lang die Möglichkeit, ein Lasten-E-Bike zu testen. Die Erfahrung, die er dabei gemacht hat, hat ihm gezeigt, es ist nicht nur eine Wunschvorstellung, sondern lässt sich in der Realität umsetzen.

Obwohl der Test in den Sommermonaten war und in die Ferienzeit gefallen war, ist Wolfgang Holibka 800 km geradelt, die er ansonsten mit dem Auto gefahren wäre. In der Testphase war es dann möglich ein Lastenrad zu kaufen. Diese Möglichkeit hat er genutzt und hat die Investition in Höhe von 4 1/2 Tausend Euro (neu kostet das Gerät ca. 6.000 Euro) in ein zwar gebrauchtes Lastenrad gesteckt. Bereits im ersten Jahr, nachdem Kauf des Rades, sei er damit bereits 5.000 km gefahren. Das waren keine Freizeitkilometer sondern km, die er in der Stad Landshut geradelt ist, mit viel „Anfahren und Bremsen“, wie er es beschrieb.

„Das Autofahren in der Stadt hat mich immer deprimiert, und es war anstrengend aus dem Auto aus und einzusteigen, auf dem Lastenrad ist die Motivation eine ganz andere, man ist zwar am Abend zum Teil sehr k.o. und müde, aber man ist glücklicher“, so der Lastenradler………

Text- und Bildquelle: h.j.lodermeier

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