Im Storchenschritt durch das Kneippbecken

Kneippen, Wandern, Radfahren und Naturerlebnis auf der „Storchenroute“

Der Storch zählt zu den Glücksbringern und erfreut Klein und Groß, wenn er auf einem Hausdach nistet oder durch die feuchten Wiesen stolziert. Und wer die Labertaler „Storchenroute“ abwandert oder entlangradelt, wird Meister Adebar, wie er in den Fabeln und Märchen des vergangenen Jahrhunderts genannt wurde, immer wieder antreffen. Als vor drei Jahren die „Storchenroute“ mit vielen Hinweisschildern und bebilderten Tafeln eröffnet wurde, war sie noch ein Geheimtipp für den Wochenend-Spaziergang der einheimischen Anwohner. „Doch durch Corona wurde das Labertal als Ausflugstipp entdeckt und der idyllische Radweg zwischen Rottenburg und Niederleierndorf ist immer gut frequentiert“, berichtete Gemeinderat Robert Mehrl beim Besuch der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bayerischen Landtag, Ruth Müller in Langquaid.
Die Landtagsabgeordnete, die auch im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags tätig ist, wies darauf hin, dass man durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das die BayernSPD unterstützt hatte, mehr Bewußtsein für die Artenvielfalt und den Erhalt der Lebensräume geschaffen habe. Erst in den letzten Wochen habe sie anlässlich einer eingebrachten Gesetzesänderung für den Schutz der Wiesenbrüter plädiert und damit deutlich gemacht, wie wichtig die Pflege von Talauen entlang von Bächen und Gewässern seien. „Und Corona hat uns Menschen auch wieder deutlich gemacht, welchen Mehrwert eine intakte Natur vor der Haustür hat“, ergänzte Kirsten Reiter, die Vorsitzende der SPD Langquaid. Wer entlang der Storchenroute radelt, erfährt viel Wissenswertes über die Landschaft, die Tiere, die hier leben und der Radweg, der Teil des über 80 Kilometer langen Labertalradwegs ist, lädt durch seine abwechslungsreiche Gestaltung immer wieder zum Verweilen ein. „Einen besonders schönen Verweilplatz hat der Markt Langquaid im Jahr 2018 geschaffen“, stellte Ruth Müller fest, als sie mit den SPD-Mitgliedern am Ende der Storchenroute, bei der Kneippanlage ankam. Pfarrer Kneipp, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt, hat schon damals auf Vorbeugung gesetzt. „Unser Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt – jedoch sollte auch in der Politik mehr Fokus auf die Vorbeugung von Krankheiten durch entsprechende Präventionsprogramme gelegt werden, die einen gesunden Lebensstil, die Stärkung des Immunsystems und Sport fördern und somit in vielen Fällen aufwendige, teure und vor allem für den Betroffenen leidvolle Behandlungen vermeiden“ bricht Ruth Müller eine Lanze für die immer noch aktuelle Lehre Kneipps. Die Anlage in der Nähe des Schwimmbads lädt zum Wassertreten in der Laber ein und so nutze die Landtagsabgeordnete Ruth Müller gemeinsam mit den Vertretern der SPD Langquaid den erfrischenden Gang in das Wasser.
Bildquelle: Christiane Stegner

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