Impfzentrum der Stadt Landshut erstmals voll ausgelastet: Am Samstag 1.029 Impfungen in nur neun Stunden

OB Alexander Putz: „Wenn wir ausreichend Impfstoff erhalten, könnten wir bereits bis zu den Pfingstferien allen Erwachsenen der Stadt Landshut ein Impfangebot machen“

Monatelang kam die Impfkampagne gegen das Coronavirus SARS-Cov-2 bundesweit nicht recht in Schwung, seit den Osterfeiertagen gibt es nun aber große Fortschritte – und die sind auch in der Stadt Landshut deutlich zu spüren. Am Samstag konnte das städtische Impfzentrum erstmals seit seiner Inbetriebnahme am 27. Dezember 2020 unter Volllast arbeiten: Binnen neun Stunden erhielten exakt 1.029 Bürgerinnen und Bürger der beiden höchsten Priorisierungskategorien ihre Erstimpfung, und zwar mit dem Vakzin von BioNTech-Pfizer. OB Alexander Putz und Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger waren bei einem gemeinsamen Ortstermin sichtlich beeindruckt von den Abläufen: „Alles ist perfekt organisiert, die Impfungen laufen geordnet, schnell und reibungslos ab. Trotz des enormen Andrangs kommt es deswegen kaum zu längeren Wartezeiten“, stellten Putz und Haslinger fest. „Die theoretischen Planungen haben also auch den letzten Härtetest in der Praxis mit Bravour bestanden.“

Im Impfzentrum werde seit Monaten hervorragende Arbeit im Kampf gegen die Pandemie geleistet, betont Putz. „Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei Leiter Thomas Schindler und seinem Team bedanken.“ Mit der Impfaktion am Samstag habe die Stadt Landshut nun den Beweis angetreten, dass eine rasche Durchimpfung der Bevölkerung logistisch auch über funktionierende Impfzentren sehr wohl möglich ist. „An der Infrastruktur liegt es ganz offensichtlich wirklich nicht“, betont der Oberbürgermeister. Im Gegenteil: „Wenn wir ausreichend Impfstoff erhalten, sind in unserem Impfzentrum ab sofort mindestens 7.000 Impfungen pro Woche machbar. Das würde bedeuten, dass wir bis zu den Pfingstferien allen impfwilligen Erwachsenen der Stadt Landshut ein Impfangebot machen könnten.“ Umso mehr seien nun EU, Bund und Länder in der Pflicht, den Impfstoffnachschub sicherzustellen. „Impfen ist die einzige Langzeitstrategie gegen das Coronavirus und damit für die von uns allen ersehnte Rückkehr in ein normales Alltagsleben“, sagt Putz. „Diese Strategie muss jetzt zügig umgesetzt werden.“

Zumindest für die laufende Woche ist Thomas Schindler sehr optimistisch. „Heute können wir etwa 500 Erstimpfungen durchführen, für Dienstag sind rund 400 vorgesehen, Mittwoch bis Freitag wieder jeweils 500. Für das Wochenende erwarten wir dann erneut eine größere Lieferung von BioNTech-Pfizer: Am Samstag und Sonntag sollten deswegen weitere rund 1.500 Erstimpfungen möglich sein.“ Insgesamt sind in dieser Woche also knapp 4.000 Erstimpfungen allein im Impfzentrum angesetzt – dazu kommen noch die Impfungen, die von Hausärzten durchgeführt werden. Mittlerweile habe übrigens jedem Impfwilligen, der den Priorisierungskategorien 1 oder 2 angehört, ein Impfangebot gemacht werden können. „Wir impfen deswegen ab sofort auch regulär Personen der Priorisierungsstufe 3“, sagt Schindler. Dazu gehören neben den Über-60-Jährigen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen unter anderem auch Lehrkräfte, Beschäftigte des Einzelhandels und Verwaltungsbedienstete in besonders relevanten Positionen, jeweils mit entsprechenden Arbeitgebernachweisen.

Fotos: Stadt Landshut – h.j.lodermeier

Bildtext (Titelbild): Oberbürgermeister Alexander Putz und Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger mit dem Leiter des städtischen Impfzentrums, Thomas Schindler

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