Impfzentrum des Landkreises erstmalig in Betrieb genommen

Am Vormittag wurden 90 Personen teilimmunisiert

Am zentralen Impfzentrum des Landkreises in Kumhausen-Preisenberg sind am Vormittag die ersten Immunisierungen gegen das Corona-Virus vorgenommen worden.

Der Impfstoff war ursprünglich zur Verwendung durch die mobilen Impfteams vorgesehen, die die Bewohner und das Personal in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis behandeln, die aufgrund von Alter oder beruflicher Tätigkeit alle der priorisierten Gruppe angehören, die zuerst geimpft wird. Da aber kurzfristig nicht alle Impfdosen in diesem Rahmen verabreicht werden konnten, wurden kurzerhand 90 Personen ins Impfzentrum in Kumhausen eingeladen, um sich in erster Instanz gegen SARS-CoV2 impfen zu lassen: Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre, die sich bereits vormerken haben lassen, aber auch Mitglieder der mobilen Impfteams oder Mitarbeiter im Rettungsdienst und Hilfsorganisationen.

Drei Ärzte, mehrere medizinische Fachangestellte und Verwaltungspersonal waren im Einsatz, damit auch am Impfzentrum die ersten Behandlungen zügig durchgeführt werden konnten. „Gespannt und etwas nervös“ seien sie, berichteten die zu impfenden Personen, „aber die Impfungen sind die große Chance, um die Pandemie Stück für Stück eindämmen zu können.“ Die heutige Behandlung war nur ein erster Schritt: In drei Wochen wird der Impfstoff ein zweites Mal verabreicht, um seine Wirkung entfalten zu können.

Landrat Peter Dreier war vor Ort, um die ersten Impfungen im Zentrum verfolgen zu können: „Natürlich hakt es an der ein oder anderen Stelle. Aber unsere Mitarbeiter sind seit Tagen quasi rund um die Uhr im Einsatz, damit wir möglichst viele Menschen impfen können – auch wenn die Versorgung mit dem Impfstoff durch den Bund momentan noch schleppend läuft. Das können wir leider nicht beeinflussen. Doch wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen“, versichert der Landrat.

Die Nachfrage an Impfungen ist ungebrochen: Über 1 300 Mails mit Vormerkungen haben die Mitarbeiter erreicht, hinzu kommen tausende Anrufe unter der Tel. 0871 408-5560. „Wir bitten um Verständnis, dass nicht gleich jeder Anrufer durchkommt. Unsere Mitarbeiter tun alles, um die Hotline bedienen zu können.“ Deshalb empfiehlt der Landkreis, so gut es geht auf die Anmeldung per E-Mail (impftermine@landkreis-landshut.de) bzw. Online-Formular (abrufbar unter https://www.landkreis-landshut.de/Landratsamt/Corona/Impfzentrum.aspx) zurückzugreifen. „Bitten Sie Ihre Kinder und Enkel oder Nachbarn um Hilfe, wenn Sie zur priorisierten Gruppe der über 80-jährigen gehören, um sich hier anzumelden. Oder gehen Sie auf Ihre Eltern, auf Oma und Opa zu und unterstützen sie bei der Anmeldung, falls sie sich impfen lassen wollen“, appelliert Dreier. Dabei machen die Mitarbeiter des Impfzentrums noch einmal darauf aufmerksam, dass nur Bürgerinnen und Bürger, die ihren Erstwohnsitz im Landkreis Landshut haben, im Impfzentrum in Kumhausen behandelt werden können – alle Personen, die in der Stadt Landshut leben, können nicht berücksichtigt werden: Hier ist das Impfzentrum am Messegelände Landshut zuständig (Vormerkungen unter Telefon 0171/5585591 oder per Mail an impfstation@landshut.de).

Foto: Landratsamt

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