„IN EINE ZUKUNFT VOLLER LICHT“

Landesbischof Heinrich Bedford-Strom und Dekanin Nina Lubomierski gestalteten die Osternacht in der Landshuter Christuskirche.

Wie schon vor einiger Zeit in der Presse und im Bayerischen Rundfunk und –Fernsehen angekündigt, zelebrierten der Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strom und Dekanin Nina Lubomierski mit zwei jugendlichen Gemeindemitgliedern der Christuskirche ohne Präsenzgemeinde, die Auferstehung Jesu Christi. „In der Osterliturgie feiern Christen die Botschaft, dass Gott den Menschen das Leben geschenkt, sie freigemacht und mit Hoffnung und Sehnsucht erfüllt“, so Nina Lubomierski. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst in der Nacht zum Sonntag mit instrumentaler Musik und dem Ensemble Singer pur. Das Bayerische Fernsehen übertrug den Gottesdienst live.

Dekanin Nina Lubomierski erzählte in ihrer Ansprache von den Geschehnissen, die sie in der Zeit der Pandemie erlebte. Seit einem Jahr sei das Leben nicht mehr so wie es einmal war, es sei durcheinander, wie sie es bezeichnete. Der Lockdown habe ihr Leben gewaltig verändert. Weil sie aber nun etwas Zeit hatte, habe sie angefangen ihren Keller aufzuräumen. All die Urlaubserinnerungen, das Nachtkästchen der Großtante, die kaputten Sachen und die Dinge aus denen die Kinder herausgewachsen waren, habe sie geordnet und sich auch von so manchen Sachen getrennt. So habe sie versucht Ordnung in ihr Leben zu bringen. Aber was sei nun mit der Schöpfung, mit der Welt? Die Sonne gehe immer noch jeden Morgen auf und am Abend wieder unter. Auf den langen Winter folgt ein schöner Frühling und aus der braunen Erde kommen gelbe Narzissen. „Danke, Gott, dass Du deine Sonne und dein Licht über uns aufgehen lässt“, so die Dekanin.

„Wo ist die Feuersäule in meinem Leben“, habe sich Nina Lubomierski oft gefragt. Sie habe sie gesehen,  dort, wo die Hoffnung stärker war als die Angst, wo Menschen sich gestützt und einander beigestanden haben und wo ihr im Gebet Kraft und Zuversicht zukam. „Danke, Gott, dass Du mir den Weg weist“, waren ihre Worte.

In seiner Predigt erinnerte Heinrich Bedford-Strom an die Kraft des Festes der Auferstehung. Religiöse Hirngespinste, Verschwörungstheorien und spirituelle Betäubungslehren seien gekommen und gegangen. Die Botschaft von der Auferstehung sei geblieben und sie wird immer bleiben. In der Zeit von dieser Corona-Pandemie sei Ostern wie ein Lichtstrahl am Horizont der einer ganzen Gesellschaft Hoffnung geben könne.

Mit dem Segen Gottes, entließ Landesbischof Heinrich Bedford-Strom die Mitwirkenden des Festgottesdienstes in die Osternacht hinaus.

– hjl –
Ensemble Singer pur
Bildquelle: BR

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