Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ der Regierung als Vorzeigeprojekt beim Wasserpakt Bayern gewürdigt

Die Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ der Regierung von Niederbayern wurde in München bei der Unterzeichnung der Fortsetzung des Wasserspakts Bayern am 19. Dezember 2022 als Vorzeigeprojekt gewürdigt.

„Die Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie durch gemeinsame Anstrengungen ein nachhaltiger Grundwasserschutz betrieben werden kann“, sagt Regierungspräsident Rainer Haselbeck. „Es ist eine Win-win-Situation   das Wasserschutzbrot stärkt die regionale Landwirtschaft sowie das Handwerk in Niederbayern, sichert Arbeitsplätze und gleichzeitig schützt es unser Grundwasser. Deswegen freut es mich sehr, dass das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ beim Wasserpakt Bayern so herausgestellt wurde, denn neue Mitstreiter sind immer willkommen!“

Die Regierung von Niederbayern präsentierte gemeinsam mit der Bäckerei Wackerl und der Sagberger Mühle die Initiative, die Teil der „AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ Niederbayern“ ist. Ziel ist es, dass das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ und Backwaren aus „Wasserschutz-Weizen“ in ganz Niederbayern gekauft werden können. Besonders in Krisen während der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg ist deutlich geworden, so Haselbeck, wie wichtig die regionale Landwirtschaft ist. Sie stellt sicher, dass wir jederzeit versorgt sind. Das dies auch grundwasserschonend bewerkstelligt werden kann zeigt das Wasserschutzbrot eindrucksvoll.

Für den Wasserschutz-Weizen verzichten Landwirte beim Anbau von Qualitätsweizen in wassersensiblen Gebieten oder in Schutz- und Einzugsgebieten der öffentlichen Trinkwasserversorgung auf die dritte Düngung, die sogenannte Qualitätsdüngung. Dadurch verringert sich die Gefahr der Nitratauswaschung ins Grundwasser, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Wasserschutzweizen hat aufgrund des Verzichts der letzten Stickstoff-Düngung einen etwas geringeren Eiweißgehalt, das aber keine negativen Auswirkungen auf das Geschmackserlebnis hat.

Seit drei Jahren gibt es die Initiative Wasserschutzbrot bereits in Niederbayern. Mittlerweile wirken acht Landwirte, drei Mühlen sowie sieben Bäcker mit. Das „Wasserschutzbrot Niederbayern“ und weitere Backwaren aus „Wasserschutz-Weizen“ gibt es in den vier niederbayerischen Landkreisen Landshut, Dingolfing-Landau, Kelheim und Straubing-Bogen:

Rudolf Bücherl, von der Bäckerei Bücherl (Landshut)

Manfred Keilwerth von der Bäckerei Wackerl (Landshut)

Jakob Hatzl von der Bäckerei Hatzl (Rottenburg)

Michael Schleich von der Bäckerei Schleich (Frontenhausen)

Johann Geisenfelder von der Bäckerei Geisenfelder (Rohr i. NB)

Bäckerei Tafelmeier (Buch a. Erlbach)

Bäckerei Weinzierl (Bayerbach)

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Hubert Bittlmayer, der Amtschef des Landwirtschaftsministeriums, haben mit Vertreterinnen und Vertretern von 15 verschiedenen Verbänden aus den Bereichen Landwirtschaft, Kommunen, Umwelt und Wasserwirtschaft den erneuerten Wasserpakt Bayern unterzeichnet. Er ist ein Zusammenschluss des Landwirtschafts- und Umweltministeriums sowie Verbänden aus den Bereichen der Lebensmittelerzeugung und der Wasserwirtschaft. Ziel des Wasserpakts ist es, alle Kräfte zu bündeln, um auf freiwilliger Basis zusätzlich zu den gesetzlichen Vorgaben, den Zustand unserer Gewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern. Mit ihrer Unterschrift zeigen die Beteiligten, dass jeder einen Beitrag leisten kann, um Wasser als lebensnotwendige Grundlage zu schützen. Eine Reduzierung des Eintrags von Nährstoffen, allen voran Stickstoff und Phosphor, steht dabei im Vordergrund. Darüber hinaus sind miteinander Schritte zu ergreifen, um die Summe der Stoffeinträge in Oberflächengewässer und das Grundwasser zu minimieren.

Bildbeschreibung (von links): Die Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ der Regierung von Niederbayern wurde beim Wasserpakt Bayern als Vorzeigeprojekt gewürdigt   Norbert Bäuml (ALE Oberbayern), Winfried Adam (Regierung von Niederbayern), Manfred Keilwerth (Bäckerei Wackerl, Landshut), Hubert Bittlmayer (StMELF), Thorsten Glauber (Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz), Daniel Maurer (Regierung von Oberfranken), Rudolf Sagberger (Sagberger Mühlen), Rainer Prischenk (Regierung von Oberfranken).

Foto: Tobias Hase, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Wer sich der Initiative „Wasserschutzbrot Niederbayern“ anschließen möchte, kann sich gerne an Reimund Neumaier, „Projektleitung Niederbayern“ an der Regierung von Niederbayern, unter Telefon 0871-8081446 oder per E-Mail an wasserwirtschaft@reg-nb.bayern.de wenden.

Weitere Informationen unter www.wasserschutzbrot.de

Weiterführende Informationen zur „AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ Niederbayern“ unter https://www.grundwasserschutz.bayern.de/regionales/niederbayern/

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