Innenstadthändler beweisen echten Teamgeist und Solidarität fürs Kinderheim

„Das sind geniale Neuigkeiten. Ich freue mich total“, so die Einrichtungsleiterin des Kinderheimes St. Vinzenz, Magdalena Dauer, am Dienstag im Rathaus. Der Grund: Eine Spende in Höhe von 2.500 Euro, die ihr Oberbürgermeister Alexander Putz gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Landshut Innenstadt (I.L.I.), Daniela Rech, und Pamela Gösmann vom Amt für Wirtschaft, Marketing und Tourismus überreichte. Wie Gösmann informierte, stamme der Erlös aus der Online-Adventskalender-Aktion, die die Stadt gemeinsam mit der I.L.I. zur Unterstützung der Innenstadtgeschäfte auf die Beine stellte. Das Entscheidende: Die hohe Beteiligung der Innenstadthändler, deren großartiges Engagement Putz und Rech ausdrücklich hervorhoben: „Vielen herzlichen Dank dafür. Sie und Ihre Kunden haben diese Spende erst möglich gemacht“.

Der Online-Adventskalender war der Ersatz für den ursprünglich vorgesehenen Adventskalender am Rathaus, für den die Gebäudefassade mit weihnachtlichen Animationen angestrahlt werden sollte. Aus Gründen des Infektionsschutzes musste diese Variante verworfen werden, um Menschenansammlungen in der Innenstadt zu vermeiden. „Schnell musste eine digitale Lösung her“, ergänzte Gösmann, die dank der Unterstützung der I.L.I kurzfristig umgesetzt werden konnte. Sowohl über deren Internetseite als auch die Social-Media-Kanäle der Stadt und der I.L.I. konnten Besucher an den 24 Tagen im Dezember jeweils ein Türchen öffnen, hinter denen sich täglich neben Musikdarbietungen auch besondere Aktionen des Landshuter Einzelhandels und der Gastronomen für den Folgetag versteckten. „Wir haben hierfür kurzfristig Künstler aus der Region akquiriert, die per Videoclip mit ihrem Auftritt auf die täglich wechselnden Aktionen der Geschäfte und Lokale hinwiesen. Als Kulisse diente der Rathausprunksaal, den wir kurzerhand zum weihnachtlichen Bühnenbild verwandelten“, so Gösmann.

Die teilnehmenden Geschäfte haben im Rahmen ihrer Aktionen vor Ort ordentlich Spenden für das Kinderheim St. Vinzenz gesammelt. Laut Daniela Rech ist dabei ein Betrag in Höhe von 2.136,27 Euro zusammen gekommen, den das Amt für Wirtschaft, Marketing und Tourismus auf 2.500 Euro aufgestockt hat.
„Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen erhalten. Die gemeinsame Aktion zeigt deutlich, dass sich mit vereinten Kräften vieles bewegen lässt, so Rech, die sich bei der Stadt für die sehr gute Zusammenarbeit bedankte. „Es geht nur miteinander“, bekräftigte Putz: Die große Resonanz auf die Aktion wertete er als „unglaublich starkes Zeichen des Zusammenhalts“. Die Geschäftsinhaber hätten angesichts der aktuell für sie so schwierigen Situation echten Teamgeist und Solidarität bewiesen.

„Für diesen Einsatz und fürs an uns denken möchten wir uns von Herzen bedanken“, betonte Dauer bei der Übergabe. Die Spende, ergänzte sie, würde sie frei nach dem Motto „Wir müssen mal raus!“ für gemeinsame Unternehmungen mit den Kindern verwenden – freilich erst sobald es wieder geht. „Wir glauben ja fest daran, dass es eine Zeit nach Corona gibt“, so die Einrichtungsleiterin. Alle sechs Gruppen würden in der Regel mindestens einmal im Jahr in Urlaub fahren, beispielsweise in die Berge: „Und das planen wir für 2021 auch wieder.“ Wie Dauer sagte, findet sie es „gerade sehr wichtig, Pläne zu schmieden, um den Kindern zu zeigen, es geht „gut“ weiter“. Die Kids, so Dauer, seien alle im Haus und würden sich sehr lobenswert ihren Anforderungen im Homeschooling stellen: „Aber natürlich brauchen sie auch Lichtblicke und schöne Perspektiven.“ – WW –

Bildunterschrift:
„Starkes Zeichen des Zusammenhalts“. Das Ergebnis der gemeinsamen Adventskalender-Aktion, bei der die Stadt, die I.L.I. und die Innenstadt-Geschäftsinhaber gemeinsam an einem Strang zogen, konnte die Einrichtungsleiterin des Kinderheimes St. Vinzenz, Magdalena Dauer, entgegennehmen: Eine Spende in Höhe von 2.500 Euro – überreicht von OB Alexander Putz, der I.L.I.-Geschäftsführerin Daniela Rech (rechts) und Pamela Gösmann vom Amt für Wirtschaft, Marketing und Tourismus (links).
Foto: Stadt Landshut

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