Innovationen made in LA

Abgeordneter Radlmeier im Gründerzentrum

Landshut. Im Landshuter Gründerzentrum sollen Start-Ups ihre Ideen und Innovationen entwickeln können. Seit der Eröffnung im Juli sind 15 Gründer eingezogen. Zwei davon erhalten nun eine Förderung durch den Freistaat. Mit dieser guten Nachricht im Gepäck besuchte Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) die Start-Ups.

Ein Unternehmen zu gründen, ist kein leichter Schritt. Gerade die Anfangsphase bringt Hürden mit sich. Der Freistaat greift hier mit seinem Förderprogramm „Start?Zuschuss!“ Start-Ups unter die Arme. 27 Jung-Unternehmen in Bayern werden nun gefördert. Unter den Gewinnern der aktuellen Wettbewerbsphase sind auch die Landshuter Unternehmen IFOX Systems und MilkScout. Beide sitzen im neuen Landshuter Gründerzentrum LINK und wurden erst vor wenigen Monaten gegründet.

Großes Innovationspotenzial

Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier stellten die Start-Ups sich vor. Johannes Fürst präsentierte IFOX Systems: Die Gründer von IFOX haben eine Software entwickelt, die Optimierungsmöglichkeiten in Unternehmen aufzeigt. Das Besondere am IFOX-Programm: Es kann ineffiziente Strukturen und damit Verschwendung von Ressourcen in einem Unternehmen mit einem konkreten Euro-Betrag beziffern. „Das ist die Königsklasse. Das kann bisher niemand“, so Fürst. Perspektivisch zeigt IFOX dem Kunden anschließend Wege auf, wie man diese Kosten einsparen könne. Die Software würde bereits bei Firmen in der Region als Pilotprojekt laufen. „Wir sind eine Art Fitnesstracker für Unternehmen. Wir zeigen im Detail an, wo das Unternehmen steht und woran man arbeiten kann“, fasste Fürst zusammen.

Während IFOX Unternehmen analysiert, nimmt das Team von MilkScout den Milchmarkt unter die Lupe: Das Start-up digitalisiert den Handel von Milchprodukten und hat eine dafür eine Online-Handelsplattform entwickelt. Auf dieser bringe man in einem schnelllebigen Geschäftsumfeld Käufer und Verkäufer zusammen. „Das gibt es in der Form bisher auf dem Milchmarkt noch nicht. Das technische Grundgerüst steht. Im April soll die Plattform starten“, erläuterte Andreas Hoferer. Mit der Plattform wolle man den europäischen Markt erschließen.

Ideale Startbedingungen

Die Jungunternehmer freuten sich über die Schützenhilfe durch den Freistaat: Das Förderprogramm sei gut aufgebaut und unbürokratisch. Der Zuschuss sei eine willkommene Hilfe, zumal die Mittel sehr flexibel in den Unternehmensbereichen eingesetzt werden könnten. Die Förderung helfe am Anfang sehr, waren sich Hoferer und Fürst einig.

Helfen würde auch das Gründerzentrum LINK mit seinem Umfeld. Beide Start-ups hatten sich bewusst für Landshut entschieden. Die Startbedingungen seien ideal: Neben den Räumlichkeiten sei die Nähe und Vernetzung zur Hochschule für die Unternehmen besonders wichtig. Unter den Gründern finden sich einige, die selbst an der Hochschule Landshut studiert haben. Neues Personal, wie etwa Werksstudenten könne man über die Hochschule leicht gewinnen. Ein weiterer Pluspunkt des Gründerzentrums: Die gute Beratung durch Netzwerkmanager und Wirtschaftsförderer.

„Seit Juli ist das Landshuter Gründerzentrum LINK eröffnet. Es ist schon eine Auszeichnung, dass bereits nach so kurzer Zeit Landshuter Start-Ups sich im bayernweiten Wettbewerb behaupten. IFOX und MilkScout haben sich gegen über 100 Bewerbern durchgesetzt. Das belegt nicht nur das große Potenzial der Firmen, sondern auch, dass das Konzept Gründerzentrum aufgeht“, meinte Radlmeier anerkennend.

Bildunterschrift: Die Landshuter Start-ups IFOX Systems und MilkScout werden vom Freistaat gefördert. Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) (3.v.l.) informierte sich im Gründerzentrum LINK bei (v.l.) Franz Kirchisner (MilkScout), Wirtschaftsförderer Michael Luger, dem neuen Netzwerk-Manager Sebastian Öllerer, Johannes Fürst (IFOX Systems) und Andreas Hoferer (MilkSccout) über die Start-ups.

Foto: René Spanier

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