Insgesamt 164 Lehrkräfte dem Schulamt Landshut für das Schuljahr 2020/21 neu zugewiesen

Die Landshuter Grund- und Mittelschulen stehen auch im Schuljahr 2020/21 wieder für die fundierte Vermittlung von Werten und Kompetenzen sowie Wissen, Können und Haltungen.

Die Staatlichen Schulämter in der Stadt- und im Landkreis Landshut sind ein Doppelschulamt, das in Personalunion geführt werden. Neben dem fachlichen Leiter der beiden Schulämter, SchAD Michael Kugler, und der stellvertretenden fachlichen Leiterin SchADin Anja Hartwig stehen zwei „Rechtliche Leiter“, nämlich OB Alexander Putz und Landrat Peter Dreier.

Dieser wies bei einer Pressekonferenz im Landratsamt Landshut auf die besondere Situation hin, da die Corona-Pandemie alles auf den Kopf gestellt habe, wie er sich ausdrückte. Insbesondere der Schulunterricht sei dadurch schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Neben der Corona-Pandemie gibt es weitere große Herausforderungen in der Schullandschaft von 62 Grund-, Mittel-, und Volksschulen, die in der Stadt und im Landkreis Landshut beherbergt sind. Was für den Landrat durchaus erfreulich sei, dass entsprechende Stundenzahlen zur Verfügung stehen. Es war bisher immer ein großes Thema gewesen, die Klassenstärken zu realisieren. Inzwischen sei man bei Klassenstärken im Durchschnitt von 21 bis 22 Schülerinnen und Schülern angekommen, was das Unterrichtsgeschehen positiv beeinflusst. Landrat Dreier möchte festhalten, dass das neue Schuljahr 2020/21 eine große Herausforderung für alle, für Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte, das staatliche Schulamt und nicht zuletzt auch für die Eltern darstellt. Peter Dreier hofft auf geringe Corona-Infektionszahlen, so dass der Unterricht gut anlaufen kann.

Die Vertretung von Oberbürgermeister Putz und des Landshuter Stadtrates, Bürgermeisterin und MdL Jutta Widmann, gefällt der Satz besonders gut: „Wenn die Schulen zunehmen, so steht`s wohl im Land“. Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses der Stadt Landshut und als ehemalige Lehrerin, erkenne sie die Wichtigkeit dieses Satzes. Die Stadt Landshut baue zwei neue Grundschulen, darüber sei Widmann sehr froh, denn Landshut sei eine wachsende Stadt und es sei der erste Schritt, den man gehen muss, um die Schulsituation ständig zu verbessern und voranzubringen.

VERSORGUNG VON SCHULEN MIT LEHRKRÄFTEN

Durch Weg-Versetzungen und Pensionierungen entsteht regelmäßig ein großer Bedarf an Lehrkräften, den die Regierung von Niederbayern durch Zuweisung von Lehrkräften in den Schulamtsbezirk Landshut ausgleicht. Für das Schuljahr 2020/21 gestalten sich folgende Zahlen:

119 Lehrerinnen und Lehrer sind durch Neueinstellung und Versetzungen überwiegend aus dem Regierungsbezirk Oberbayern dem Schulamt Landshut zugewiesen. Zusätzlich beginnen 24 Lehramtsanwärterinnen für das Lehramt an Grundschulen. 14 Anwärterinnen für das Lehramt an Mittelschulen, 5 Fachlehrer- und 2 Förderlehramtsanwärterinnen in den Schulamtsbezirken Landshut-Stadt und Landshut-Land ihre Seminarzeit. 2 Lehrkräfte aus dem Gymnasial- oder Realschulbereich beginnen neu, die ein- bzw. zweijährige Sondermaßnahme der Nachqualifizierung für den Einsatz in Grund- und Mittelschulen. Bei entsprechender Bewährung können diese im Anschluss an die Nachqualifizierung in das Beamtenverhältnis übernommen werden. Im Schulamtsbezirk wird ja 1 Lehrkraft für das Lehramt an GS bzw. für das Lehramt an MS nachqualifiziert.

Die Schulen konnten insgesamt mit Stunden und Lehrkräften noch besser als im Schuljahr 2019/20 versorgt werden. Qualifizierte Beratungskräfte stehen mit ca. 85 Stunden den Grund- und Mittelschulen mit Rat und Tat bei Schulberatungsfällen und Schullaufbahnfragen zur Verfügung. Auch kann sich jede Schule an eine für sie zuständige Schulpsychologin wenden.

Wie bereits in den Vorjahren haben die Staatlichen Schulämter Landshut mehr Stunden für die Mobile Reserve eingeplant, als vom Staatsministerium gefordert (1500 Stunden). Tatsächlich sind insgesamt ca. 160 Lehrkräfte und Fachlehrkräfte in der Mobilen Reserve gelistet, das sind 3200 Stunden.

Im Schuljahr 2020/21 unterrichten 3 Sport- und eine Musiklehrkraft an den Grund- und Mittelschulen. 29 Drittkräfte helfen bei besonderen Fördermaßnahmen. Acht pensionierte Lehrkräfte unterstützen Schülerinnen und Schüler weiterhin. Drei nebenberufliche Lehrkräfte der Musikschule sind in Bläserklassen tätig. Integrationshelfer, auch Schulbegleiter genannt, sorgen für eine individuelle Unterstützung.An den meisten Grund- und Mittelschulen wird das bewährte System der Jugendsozialarbeit an Schulen zur Begleitung bei individuellen Unterstützungsbedarfen eingesetzt. Teamlehrkräfte als neue Maßnahme des Staatsministeriums unterstützen Lehrkräfte, die aus gesundheitlichen Gründen unter Corona-Bedingungen nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können.

SCHULE UNTER DEN HERAUSFORDERUNGEN VON COVID 19

Die Grund- und Mittelschulen in Stadt- und Landkreis Landshut sind in Sachen Covid19 gut vorbereitet. Der Unterricht startet für alle Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht. Brückenangebote – insbesondere zu Schuljahresanfang – an allen Schulen unterstützen die Förderung und stellen sicher, dass der individuelle Lehrstand berücksichtigt wird und auf vorhandenem Wissen aufgebaut wird. Der jeweilige Hygieneplan wird auf die Situation an der Einzelschule vor Ort angepasst. Schwangere Lehrkräfte und Lehrkräfte mit Attest sind derzeit vom Präsenzunterricht befreit und unterstützen von zu Hause aus die Lehrkräfte vor Ort. Die Schulen haben mit den staatlichen Fördermitteln die EDV-Ausstattung für einen eventuellen partiellen oder kompletten Distanzunterricht erweitert. Hier können dann ggf. Tablets oder Laptops an die Schülerinnen und Schüler als Leihgeräte ausgegeben werden.

DEUTSCHKLASSEN UND DEUTSCH – MASSNAHMEN

Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund liegt in der Stadt Landshut bei 55,54 % und bei 23,81 % im Landkreis. Der Freistaat Bayern investiert viel, um die Sprachförderung und Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten und Schulen gut zu unterstützen. In der Stadt Landshut werden zum neuen Schuljahr 5 Deutschklassen gebildet. An der GS Nikola(1), MS Schönbrunn (2), MS Wolfgang (1).

INKLUSION

Zwei Beraterinnen für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung werden im Schuljahr 2020/21 die Schulen im Schulbezirk bei der Entwicklung und Umsetzung inklusiver Unterrichtssettings beratend unterstützen.

Auch im Schuljahr 2020/21 wird mit der Inklusionsberatungsstelle an der MS Ergolding eine qualifizierte, unabhängige Anlaufstelle zum Themenkreis Inklusion angeboten. Hier unterstützen eine Schulpsychologin und eine Lehrkraft aus dem Bereich des Förderzentrums Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen in Fragen der Inklusion. Ziel sei es, durch neutrale Beratung und Vernetzung mit allen an der Inklusion beteiligten Partnern unverbindlich Entscheidungshilfen anzubieten und mögliche Ausbildungswege für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufzuzeigen.

FAZIT

Beide Schulamtsbereiche – Landshut Stadt und Landshut Land – haben in der Grund- und Mittelschule leichte Zuwächse zu verzeichnen, sodass man von guter Stabilität sprechen kann. Aufgrund der zukünftig wachsenden Schülerzahlen der Stadt Landshut werden in der Stadt Landshut in den nächsten Jahren zwei neue Grundschulen gebaut, um den prognostizierten Schülerzuwachs aufzufangen.

Die Landshuter Grund- und Mittelschulen stehen auch im Schuljahr 2020/21 wieder für die fundierte Vermittlung von Werten und Kompetenzen sowie Wissen, Können und Haltungen.Die Schulamtsdirektoren und -Direktorinnen wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrkräften und allen am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten einen guten Start in das Schuljahr 2020/21 und bitten die Eltern und Erziehungsberechtigten im Sinne einer Erziehungspartnerschaft um eine vertrauensvolle Kooperation mit der Schule und den Lehrkräften.

-hjl-

Fotos: h.j.lodermeier

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