Katastrophenschutz hilft auch bei kleinen „Katastrophen“

Computerkurs für Grundschüler gerettet

Die Grundschüler des integrativen Schulhortes palladi erhielten in der Herbstferienwoche die Möglichkeit, in einem Grundkurs Programmierung, Robotik und künstliche Intelligenz verstehen und umsetzen zu können. Der Physiker Stefan Winkel aus Berlin hatte sich als Kursleiter bereiterklärt, denn er unterrichtet erfolgreich seit 2 Jahren an 2 Berliner Grundschulen interessierte Kinder im Alter von 10-12 Jahren im Programmieren und Basteln von ferngesteuertem Spielzeug, um ihnen den Einstieg in die digitale Welt zu ermöglichen. „Die große Herausforderung für die Umsetzung des Kurses war die Bereitstellung von Laptops für den Kurs, denn ohne Computer konnte der Kurs nicht stattfinden.“, erklärt der Direktor der Stiftung Studienseminar Landshut Peter Scholz. Deshalb habe man sich an die Stadträtin Anja König gewandt, die ihre Unterstützung zusicherte. Allerdings waren die ersten Bemühungen, leihweise Laptops zu bekommen, nicht erfolgreich. „Dann wandte ich mich an den Katastrophenschutz Landshut, die auch die Technik für das Impf- und das Testzentrum angeschafft hatten. Herr Schindler war sofort bereit, ganz unkompliziert und auf kurzem Dienstweg für eine Woche 10 Laptops zur Verfügung zu stellen.

Der Katastrophenschutz hilft eben auch bei kleineren Katastrophen, sagte er bei der Übergabe schmunzelnd.“, erzählt die Stadträtin, die sich am letzten Tag des Kurses selbst ein Bild von den Inhalten machte und sich von den teilnehmenden Kindern begeistert zeigen ließ, was sie gelernt hatten. Sie hatten am Laptop das Programmieren eines Prozessors, Namens „calliope“, den die englische Regierung schon vor Jahren millionenfach an die dortigen Schulen verteilt hat, gelernt. Die praktische Umsetzung war dabei ein wichtiger Baustein, so haben die Kinder eine Ampel und einen kleinen Roboter gebastelt und diese mit dem selbst eingebauten Prozessor programmiert. Stolz zeigten sie der Stadträtin Anja König wie sie diese nun auch selbst steuern können. König zeigte sich begeistert über das Projekt, welches wiederholt werden soll. „Allerdings wäre dies auch ein nachahmenswertes Beispiel für andere Schulen in der Region, denn so kann auch auf spielerische Weise bereits früh erkannt werden, welches Kind später einmal sehr gut für einen solchen Beruf geeignet ist, weil hier nicht nur die Anwendung geübt wird, sondern wie überhaupt die digitale Welt funktioniert.“

Auf dem Foto v. l.: Stadträtin Anja König, Kursleiter Stefan Winkel, Erzieher Severin Ascher, Stiftungsdirektor Peter Scholz, Kinderpflegerin Sue Hintzen und Sozialpädagoge Wolfgang Holibka

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