Katastrophenschutzzentrum in Planung

Zentrale Anlaufstelle im Landkreis für Notfälle beabsichtigt

Um sich für künftige Notfälle besser zu wappnen, wird der Katastrophenschutz am Landratsamt Landshut aktuell umstrukturiert und aufgerüstet. Derzeit entsteht ein Katastrophenschutzzentrum, das künftig unter anderem als Lager für verschiedenes Equipment und als Fahrzeughalle dient.

„Mit dieser Lagerhalle, einem eigenen Verwaltungstrakt und personeller Aufstockung sind wir künftig für das gerüstet, was noch kommt.“, sagt Landrat Peter Dreier bei der Gebäudebesichtigung vor Ort in Ergolding. Speziell die derzeitigen Herausforderungen sowie die Naturkatastrophen in den letzten Jahren zeigen, dass der Landkreis für den Ernstfall noch besser gerüstet sein muss. Denn wenn Isar, Laaber oder Vils wieder einmal über die Ufer treten, ein Starkregen Straßen und Keller flutet, ein Orkan Dächer abdeckt und Bäume umreißt, ein Stromausfall Privathäuser oder Ampelanlagen lahmlegt oder erneut eine Pandemie grassiert, dann ist rasche Hilfe gefragt.

Die Vorbereitungen für die Errichtung des Katastrophenschutzzentrums laufen bereits seit Februar 2022, als der Kreistag den Startschuss für die Planungen und die Suche nach einem geeigneten Standort gegeben hatte. Inzwischen hat der Landkreis Landshut drei Lagerhalleneinheiten des Marktes Ergolding angemietet, in denen künftig Gerätschaften, Materialien und Einsatzfahrzeuge untergebracht werden. „Eine zentrale Lage war uns ein wichtiges Anliegen, damit die Ausrüstungs- und Versorgungsgegenstände für die 35 Landkreisgemeinden schnell verfügbar sind.“, erklärt Karl Hahn, Fach-Kreisbrandinspektor im Bereich Katastrophenschutz am Landratsamt Landshut. Mit entsprechenden Umbaumaßnahmen in den kommenden Monaten soll eine maximale Raumnutzung erreicht werden, damit Sandsäcke, technische Geräte sowie Schutzkleidung und Einsatzfahrzeuge ihren Platz finden. Bei Bedarf wird das benötigte Material vom Zentrum dann in die betroffenen Gebiete im Landkreis verteilt.

Doch nicht nur räumlich geht es in dieser Sache gut voran – auch personell ist das Amt nun besser aufgestellt, um als Katastrophenschutzbehörde seinen Verpflichtungen intensiver nachgehen zu können. Für das Personal sind im Verwaltungstrakt des Hallengebäudes Schulungs-, Aufenthalts- sowie Büroräume vorgesehen. Im Landratsamt besteht zudem schon seit vielen Jahren eine Führungsgruppe Katastrophenschutz – kurz FüGK – bestehend aus Beschäftigten, die entsprechend geschult sind und den erarbeiteten Notfallplan erforderlichenfalls umsetzen können.

Derzeit erarbeitet die Verwaltung auch eine Katastrophenschutz-Broschüre – ein Ratgeber für die persönliche Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen. Die Broschüre soll den Bürgerinnen und Bürgern als Handlungsleitfaden in verschiedenen Krisensituationen dienen. Der Ratgeber enthält neben detaillierten Erläuterungen zu Bränden, Stromausfällen, Hochwasser und Unwetter auch Vorsorge-Checklisten und Kontaktdaten wichtiger Ansprechpartner und Informationsstellen. Das Landratsamt informiert seine Bürger, sobald die Broschüre verfügbar ist.

Bildunterschrift: v. r.: Landrat Peter Dreier, Felix Schratzenstaller, Karl Hahn und Martin Köhler (Sachbearbeiter Katastrophenschutz und Feuerwehrwesen) sowie Thomas Stöckl (Sachgebietsleiter Gebäudemanagement, kreiseigener Hochbau) verschaffen sich einen Überblick über das Potenzial der Lagerhallen in Ergolding, die zum Katastrophenschutzzentrum umfunktioniert werden sollen.

Bildunterschrift 2: Die Raumhöhe von ca. zwölf Metern in einer Halle ermöglicht die Errichtung mehrere Ebenen.

 

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