Kein ÖKO-Label für Gas und Atom

Am frühen Dienstagabend haben Aktivist:innen der Klimabewegung Extinction Rebellion Landshut auf das Greenwashing der Europäischen Union aufmerksam gemacht. “In Zeiten der Klimakrise, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass es keinerlei finanzielle Förderung für nicht nachhaltige Energieträger geben darf. “, teilt eine Sprecherin der Umweltbewegung mit. Aber mit der Aufnahme von Erdgas und Atomkraft in die EU Taxonomie verabschiede sich der europäische Green New Deal von den Pariser Klimazielen. Atomkraft und Gas seien so wenig grün und nachhaltig, wie ein Schweinebraten vegan ist.

In ihrer Rede schildern die Umweltaktivisten, dass Atomkraft und Gas die Voraussetzungen für die Aufnahme in die EU-Taxonomie in keinster Weise erfüllen und dass dies in der Wissenschaft unumstritten sei. Ihrer Meinung nach haben die französische Atomlobby und deutsche Gas-Lobby hier ganze Arbeit geleistet. Im Aktionsbild, das die Aktivisten inszenieren, sitzen auch Vertreter deutscher Regierungsparteien mit fossilen Lobbyisten und der EU gemeinsam am Tisch und ignorieren den brennenden Planeten und die Folgen ihres Handelns. Geldkoffer wechseln den Besitzer.

Noch kann das Europäische Parlament dieses skandalöse Vorhaben stoppen, indem es mit absoluter Mehrheit das Vorhaben blockiert. Extinction Rebellion fordert die Bürger auf, durch persönliche Briefe, Appelle und Petitionen an EU-Abgeordnete mitzuhelfen, eine Mehrheit gegen das Inkrafttreten der EU-Taxonomie zu organisieren.

Fotos: Extinction Rebellion

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