Klimagerechter Städtebau: Bewerbung erfolgreich

Stadt Landshut wird eine von acht Modell-Kommunen

Landshut. Ob Hitze oder Hochwasser: Landshut spürt die Folgen der Klimaveränderungen. Aus diesem Grund forderte Helmut Radlmeier zusammen mit Rudolf Schnur (beide CSU) im Juni in einem Dringlichkeitsantrag, dass sich die Stadt für das geförderte Modellprojekt „Klimagerechter Städtebau“ bewirbt. Mit Erfolg: Landshut wird eine von acht Modell-Kommunen in Bayern.

Als „besonders geeignet“ sieht das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr die Landshuter Bewerbung an. Deshalb gab Staatsministerin Kerstin Schreyer nun den Startschuss für das Modellprojekt. Durch die Umsetzung in den Modellkommunen erwartet sich der Freistaat Erkenntnisse, die auf ganz Bayern übertragen werden können. „Mit den Impulsen auch aus Landshut soll der Klimaschutz und die Klimaanpassung in Bayern vorangebracht werden. Ich freue mich natürlich sehr, dass die Initiative erfolgreich war. Mit Unterstützung des Freistaates haben wir nun in Landshut die Chance, eine umfassende Strategie zu erarbeiten, bei denen die Maßnahmen ineinandergreifen“, so Initiator Radlmeier, der der Staatsministerin für die gute Nachricht dankte.

Das Projekt unterstützt Kommunen bei der Erarbeitung eines Stadtklimakonzepts, das die städtebaulichen Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel im Stadtgebiet darstellt. Die Auswirkungen von geplanten Maßnahmen auf das Stadtklima können künftig beurteilt werden. „Dadurch kann Landshut etwas schaffen, was ich seit langem anmahne: Dass die Aspekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung bei Planungsentscheidungen möglichst frühzeitig berücksichtigt werden“, so Rudolf Schnur, Vorsitzender der CSU/LM/JL/BfL-Stadtratsfraktion. Im Rahmen einer gesamtörtlichen Betrachtung werden die klimarelevanten Schutzgüter Boden, Wasser, Luft, Landschaft, Artenvielfalt und Gesundheit der Menschen in der Stadt einbezogen. Auch ökonomische Gesichtspunkte werden berücksichtigt. Begleitet wird die Untersuchung vom Bauministerium und Wissenschaftlern. Darüber hinaus kann das Konzept als Grundlage zur Umsetzung von konkreten Projekten oder zur Ausarbeitung vertiefter Einzelplanung

Foto: Büro Radlmeier

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