Krisendienste für Menschen in psychischen Notlagen und deren Angehörige bayernweit erreichbar

Bayerns Gesundheitsminister: Betrieb der Krisendienste unter der zentralen Rufnummer 0800 / 655 3000 gestartet

Der bayernweite Betrieb der Krisendienste für Menschen in psychischen Notlagen ist gestartet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Sonntag hingewiesen. Holetschek betonte: „Ich freue mich, dass wir mit der Etablierung der bayernweit einheitlichen und kostenfreien Rufnummer einen weiteren Meilenstein im flächendeckenden Aufbau der Krisendienste erreicht haben. Anruferinnen und Anrufer werden jetzt unter der zentralen Nummer 0800 / 655 3000 automatisch an den für sie regional zuständigen Krisendienst weitergeleitet. Dieser bietet niederschwellig und fachkompetent Hilfe und Beratung. Zudem übernimmt er eine Lotsen- und Steuerungsfunktion im psychiatrischen und psychosozialen Versorgungssystem.“

Der Minister ergänzte: „Die Krisendienste sind ein Kernelement des Hilfeteils des Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes. Sie können von jedem Hilfesuchenden kontaktiert werden. Auch Angehörige, Bezugspersonen sowie Personen aus dem Lebensumfeld von Menschen in psychischen Krisen können sich an den Krisendienst wenden. Es handelt sich damit um ein Angebot, das es so bislang in keinem anderen Flächenland in Deutschland gibt.“

Holetschek betonte: „Mit diesem Angebot werden Menschen in psychischen Notlagen und ihre Angehörigen frühzeitig und wirksam unterstützt. Dies ist gerade während der Corona-Pandemie besonders wichtig.“

Der Minister erläuterte: „Flächendeckende Krisendienste gibt es schon länger in den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken. Seit 1. März sind die Krisendienste nun bayernweit über eine einheitliche Rufnummer erreichbar. In jedem Bezirk besteht der Krisendienst dabei aus einer Leitstelle sowie mobilen Einsatzteams.“

Die Kosten für den Betrieb der sieben Leitstellen trägt der Freistaat zusätzlich zu den Aufbaukosten, während die Bezirke die Kosten der mobilen Krisenteams übernehmen. Holetschek ergänzte: „Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Bezirken bedanke ich mich herzlich.“

Der Minister sagte: „Für die Bayerische Staatsregierung ist der Schutz der seelischen Gesundheit und die Prävention von psychischen Erkrankungen ein zentrales Anliegen. Mit der Aufnahme des bayernweiten Betriebes der Krisendienste leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag.“

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu den Krisendiensten können der Website des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege unter https://www.stmgp.bayern.de/ und den Websites der Bezirke sowie des Bezirketags entnommen werden.

Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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