Landkreis will Intensivpflege-Wohngemeinschaften weiterhin angemessen schützen

Einrichtungsform in aktueller Infektionsschutzverordnung nicht berücksichtigt

Die 10. Bayerische Infektionsschutzverordnung, die Mitte der Woche in Kraft getreten ist, hat in vielfacher Hinsicht für Verwirrung gesorgt – speziell aber die Passage, die die Besuchseinschränkungen in Senioren-, Behinderten- und weiteren Pflegeinrichtungen regelt. Denn die Staatsregierung hat in ihrer Verordnung die IntensivpflegeWGs nicht so bedacht wie die anderen Einrichtungen. In der zuvor vom Landkreis erlassenen Allgemeinverfügung waren diese aber bereits enthalten, da auf dem Landkreisgebiet vier solcher Einrichtungen betrieben werden.

Nach der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung müssen die Besucher von vollstationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Altenheime und Seniorenresidenzen durchgehend FFP2-Masken tragen und einen negativen Corona-Test vorweisen. Das Pflegepersonal muss zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit SARS-CoV2 getestet werden. Nach der Allgemeinverfügung des Landkreises müssen die Besucher von Intensivpflege-WGs (auch hier darf jeder Bewohner höchstens einen Besucher pro Tag für eine Stunde empfangen) während des gesamten Aufenthalts eine FFP2-Maske tragen. Eine Testpflicht für die Besucher entfällt. Die Pflegedienstmitarbeiter in Intensivpflege-WGs müssen einmal pro Woche auf eine Corona-Infektion getestet werden.

Die Infektionslage in der Region Landshut bleibt weiterhin angespannt – fünf weitere Todesfälle wurden gemeldet. Die Verstorbenen waren zwischen 62 und 96 Jahre alt und sind zum Teil zu Hause oder auch nach stationärer Krankenhausbehandlung verstorben. Insgesamt 103 Personen sind in der Region Landshut bislang an oder mit Covid19 verstorben.

Mit einer 7-Tages-Inzidenz von aktuell 245,2 ist der Wert, der die Neuinfektionen innerhalb einer Woche in Relation zur Einwohnerzahl setzt, weiter angestiegen. Laut Robert-Koch-Institut hat die Stadt Landshut nun die 300er-Marke überschritten (314,7). Die Stadt informiert separat über die weiteren Maßnahmen.

Mit insgesamt 4 499 verzeichneten Corona-Fällen in der Region Landshut, seit Beginn des Infektionsgeschehens Mitte März, hat sich die Zahl gegenüber gestern um 107 erhöht. 3 577 konnten die häusliche Quarantäne bereits verlassen (+ 97). Damit sind in Stadt und Landkreis Landshut aktuell 819 laufende Infektionen bekannt, ein Plus von fünf gegenüber dem Vortag.

Auf den Normalstationen der regionalen Krankenhäuser werden derzeit 62 Covid-Patienten behandelt, zwei weniger als gestern. Acht corona-positive Patienten müssen dazu intensivmedizinisch betreut werden, die Zahl ist um eins gegenüber dem Vortag gesunken (Stand: 11. Dezember 2020). – CW –

Foto: Landratsamt

weitere Beiträge