Landshuter Christkindlmarkt-Beschicker: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“

Geschäftsleute des Christkindlmarktes sind sehr zufrieden mit der Auswahl der Ringelstecherwiese als neuen Standort und wollen dortbleiben.

Hat man den Kunsteislaufplatz falsch verortet?

Die Geschäftsleute des Landshuter Christkindlmarktes befürworten es, an ihrem jetzigen Standort der Ringelstecherwiese, in Zukunft festzuhalten. Hat sich damit die Umfrage von OB Putz, wo der Christkindlmarkt in Zukunft stattfinden soll, wohl erübrigt?

Kritik gab es nur über den Standort der Kunsteislauffläche, die nach den Aussagen der „Standlbetreiber“ in der Mitte des Christkindlmarktes am besten positioniert gewesen wäre. Warum man diese, aus unerklärlichen Gründen, abseits der Ringelstecherwiese installiert habe, sei den Geschäftsleuten unerklärlich. Etwas Spöttisch bezeichnete ein Beschicker diese Aktion der Verantwortlichen der Stadt, als Schildbürgerstreich.

Eine Umfrage des Onlinejournals Dies&Das auf dem Gelände des Christkindlmarktes brachte es an den Tag, dass sich die Geschäftsleute des Landshuter Christkindlmarktes auf die Ringelstecherwiese eingeschworen haben.

 

Auf die Frage, wo sie lieber ihren Landshuter Christkindlmarkt hätten, in der Freyung oder hier auf der Ringelstecherwiese, antworteten die Bestücker:

 

Annemarie Zettl, Brunners Würstl Stand:

„Wir sind aus München und schon seit 43 Jahren auf dem Landshuter Christkindlmarkt. Es ist alles wunderbar aufgebaut und die Lage unseres Standortes gefällt uns sehr gut. Wir hoffen trotz der Krisenlage im Land ein gutes Geschäft im diesjährigen Christkindlmarkt zu machen.“

 

Schlemmerhütte Kollmann, Elisabeth und Richard Kollmann:

„Wir fühlen uns sehr wohl, denn von der Platzgegebenheit sind wir auf der Ringelstecherwiese besser dran. Die Parkmöglichkeit ist ein großes Plus in diesem Jahr. Dies ist nicht nur für die Beschicker von großem Vorteil, sondern natürlich besonders für die Besucher des Christkindlmarktes. In der Freyung hatten wir das Problem, dass wir schon bei der Anlieferung der Waren keinen Parkplatz vorfanden. In der Freyung waren alle Arbeiten durch die Enge in der Freyung ziemlich stressig und unangenehm. Meine Familie ist jetzt seit 40 Jahren auf dem Christkindlmarkt, mein Mann und ich als Nachfolger seit 30 Jahren. Wir erfuhren immer wieder von den Besuchern in der Freyung, mit den Kindern brauchst du am Wochenende gar nicht zum Christkindlmarkt geh`n, denn du kannst dich gerade mit einem Kinderwagen schlecht vorwärtsbewegen. Das ist hier doch wesentlich angenehmer. Wir können, so glaube ich, für alle Beschicker sprechen, dass uns der Standort hier so sehr gefällt, dass alle gerne dableiben möchten.“

 

Buchners Zuckermäuse, Daniela Reiter und Veronika Buchner:

„Für uns ist die Ringelstecherwiese schon um einiges besser. Wir haben für uns ganz andere Parkmöglichkeiten und können ein ganz anderes Publikum empfangen. So wie Busse hier anreisen können das war natürlich in der Freyung nicht unmöglich aber äußerst schwierig. Wir haben eine ganz andere Attraktivität durch das Riesenrad auf dem Gelände, das ist sehr toll und zieht gerade die Jugendlichen sehr an. Wir haben einen tollen Blick auf die Burg und die Martinskirche. Der Platz ist groß, aber dennoch familiär und gemütlich. Wir finden schon, dass die Ringelstecherwiese attraktiver ist. Die Freyung war nicht schlecht und dort gab es auch einen tollen Christkindlmarkt, aber für die Zukunft ist der Christkindlmarkt auf der Ringelstecherwiese schon besser, denn nicht nur die Menschen, sondern auch der Verkehr in und um Landshut herum werden doch immer mehr.“

 

Hirtentrunkhütte, Robby Schneller:

„Ich bin natürlich für den Standort des Christkindlmarktes hier, denn hier haben wir bessere Bedingungen zum Laden, der Platz ist auch gefälliger, hat mehr Flair, wenn am Abend die Lichter angehen. Meine Gäste sind alle begeistert und haben sich alle sehr positiv ausgesprochen. Ich bin auf alle Fälle der Meinung, dass man den Platz hierbehalten soll. Der Standort für die neu hinzugenommene attraktive Kunsteisbahn muss unbedingt beim nächsten Christkindlmarkt im Zentrum der Ringelstecherwiese angesiedelt sein. Was ich nicht so gut finde, ist der Weihnachtsmarkt, der sich in den letzten Jahren in der Altstadt etabliert hat, denn er ist eine große Konkurrenz für die Christkindlmarktbeschicker der Ringelstecherwiese.“

 

Lichterstand, Dieter Ortner:

„Der neue Standort ist hervorragend. Erstens sind mehr Leute da und das Platzangebot für die Besucher ist besser. Mein Umsatz ist wesentlich besser wie früher in der Freyung. Die Kunsteisanlage würde ich gerne in der Mitte des Platzes sehen, denn dabei würden noch mehr Leute das Sportliche mit dem Besuch auf dem Christkindlmarkt verbinden können.“

 

Veronika Buchner zur Kunsteisbahn:

„Die Eislaufbahn ist vor dem Christkindlmarkt zu finden. Die Öffnungszeiten sind dieselben, wie beim Christkindlmarkt, sprich von 11 Uhr bis 20 Uhr, Freitag und Samstag bis 21 Uhr. Der Schlittschuhlauf ist kostenlos und es gibt Schlittschuhe zum Ausleihen. Es ist eine Kunsteisbahn, damit sind wir umwelttechnisch ganz weit vorne. Die Bahn ist mit Kunsteisplatten versehen, sind aber mit ganz normalen Schlittschuhen befahrbar. Es ist für Kinder und Erwachsene, also für alle Besucher des Christkindlmarktes. Die Anlage ist eine Kooperation von der Stadt und dem EV Landshut.“

Veronika Buchner meint abschließend, dass man in Sachen Christkindlmarkt in Landshut innovationsfreudig sein muss, um den Besuchern des Christkindlmarktes wie auch den Christkindlbeschickern gerecht zu werden. Denn „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“, so glaubt die junge Unternehmerin.

-hjl-

 

Fotos:

h.j.lodermeier

 

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