Landtags-SPD: Bayerns Hopfenanbau in Zeiten des Klimawandels schützen

Agrarpolitische Sprecherin Ruth Müller: Bericht zur Situation bayerischer Hopfenbäuerinnen und Hopfenbauern ist überfällig, das „Grüne Gold“ muss auch weiterhin als Sonderkultur Bayern prägen.

Die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Müller fordert von der Staatsregierung umfassende Auskunft über die Situation des bayerischen Hopfenanbaus in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels. Konkret soll die Staatsregierung über Forschungs- und Entwicklungsprojekte und die Arbeit des Hopfenforschungszentrums berichten. Bereits im August 2021 forderte die SPD-Landtagsfraktion mehr Unterstützung für Bayerns Hopfenbetriebe, die sich angesichts des Klimawandels großen Herausforderungen ausgesetzt sehen.

Müller erhofft sich im Vorfeld der heutigen (16.02.) Ausschussberatungen ein klares Zeichen von der Staatsregierung für die Wichtigkeit des Hopfenanbaus in Bayern. „Wir erwarten Ergebnisse und konkrete Hilfen für diesen wichtigen Wirtschaftszweig in Bayern. Die Hopfenproduktion ist anspruchsvoll und erfordert spezifische Standortbedingungen, wie ausreichende Wasserversorgung und konstante Temperaturen. Zunehmende Trockenheit macht Hopfenpflanzen anfällig für Schädlinge, mit der Folge, dass die Ernteerträge bei Bayerns Landwirtinnen und Landwirte einbrechen könnten.“ Hier brauche es bessere Erkenntnisse, wie Hopfenbäuerinnen und Hopfenbauern unterstützt und die Ernteerträge langfristig sichergestellt werden können.

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Auch will Ruth Müller wissen, wie es um das Monitoring bei gefährlichen Virus- und Viroid-Infektionen von Hopfen bestellt ist. Seit zwei Jahren fordert die SPD-Landtagsfraktion, Infektionsherde im Hopfenanbau zu untersuchen und auszuwerten. Im vergangenen August erneuerte die Agrarpolitikerin ihre Forderungen: „Wir sind gespannt, zu welchen Erkenntnissen die Staatsregierung hier gekommen ist und ob sie uns erneut mit dem Argument vertröstet, dass das LGL die Virus- und Viroid-Infektionen bereits erforsche. Konkret wollen wir wissen, wie viele Verdachtsfälle es bereits gab, wie häufig Verdachtsfälle kontrolliert und beprobt werden und welche Sanktionsmöglichkeiten im Falle von Verstößen möglich sind. Nach zwei Jahren ist uns die Staatsregierung eine umfassende Antwort schuldig“, betont die Abgeordnete aus Niederbayern, die selbst in der Hallertau, dem größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet, lebt. „Gerade für unsere Region ist das ‚Grüne Gold‘ auch landschaftsprägend und sichert wertvolle Arbeitsplätze in der Land- und Brauwirtschaft“, so Müller. In Bayern gibt es rund 1.000 Hopfenbetriebe auf einer Fläche von über 16.000 Hektar.

Foto: Büro R. Müller

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