Landtagskandidat Hunger besucht das Zwischenlager Isar

Johannes Hunger erhält Einblick in die Brennelemente-Zwischenlagerung im Landkreis Landshut durch die BGZ

Die sorgfältige Verwahrung des radioaktiven Abfalls aus den Atomkraftwerken ist bei Bündnis 90/Die Grünen seit Beginn an ein bestimmendes und prägendes Thema, weswegen selbstverständlich auch der Endlagersuchprozess aufmerksam beobachtet wird. Landtagskandidat Johannes Hunger, der selbst Mitglied im U35 Begleitgremium zur Endlagersuche ist, besuchte die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung auf dem Gelände des Kernkraftwerks Isar II, um auch einen Einblick in die Zwischenverwahrung des nuklearen Abfalls vor Ort im Landkreis Landshut gewinnen zu können.

Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle wurde erst vor Kurzem vom Zieldatum 2031 auf die Jahre 2046, bzw. 2068 verschoben, was natürlich die Bedeutung und die benötigte Langlebigkeit der Zwischenlager erheblich erhöht hat. Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung kümmert sich um die sichere Verwahrung der bis zu 5 Meter langen und 800kg schweren Brennelemente aus den AKWs Isar I und II. Zudem ist auch die Einlagerung der  Brennelemente aus dem Rücktransport aus Großbritannien geplant. Verpackt in 120 Tonnen schwere CASTOR-Behälter werden die bestrahlten Brennelemente vor Ort in der trockenen Zwischenlagerung aufbewahrt. Die Behälter bestehen aus speziellem Gusseisen und Stahl, schützen vor Strahlung und sorgen dafür, dass die noch anfallende Wärme kontinuierlich abgeführt wird.

„Es ist mir wichtig zu sagen, dass die Mitarbeitenden der BGZ gute Arbeit machen und dafür sorgen, dass der Abfall entsprechend der Gesetze bis zur Endlagerung hier verwahrt wird. Gerade vor dem Hintergrund der jetzt bekannt gewordenen Verzögerungen und der veränderten europäischen Sicherheitslage, müssen wir auf politischer Ebene überprüfen, ob die Zwischenlager verstärkt, noch besser geschützt und für mehr Eventualitäten ausgelegt werden müssen. Das muss uns als Betroffenen im Landkreis ein Anliegen sein“, äußert sich Johannes Hunger nach dem Besuch.

Die gewissenhafte Arbeit der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung sieht Franziska Schmidt, Vorstandssprecherin der Grünen im Landkreis Landshut, als wichtigen Baustein für die Zukunft. „Die Atomkraft als Hochrisikotechnologie muss in Deutschland am 15. April auslaufen, aber die Menschen mit Expertise zu nuklearen Stoffen werden wir noch lange brauchen. Das ist das Erbe, das die Atomenergie uns und den Generation nach uns hinterlässt. Es ist ein wichtiger Schritt, dass die BGZ schon jetzt Fachkräfte aus der Region für die sichere Zwischenlagerung gewinnen konnte.“

Foto: Tobias Hobmaier

weitere Beiträge