Lasst Blumen endlich wieder sprechen

MdL Müller fordert Lockerung des Verkaufsverbots für bayerische Gärtnereien und Baumschulen

In den bayerischen Gärtnereien ist alles für die Hauptsaison vorbereitet.

Am bevorstehenden Valentinstag sollten außerdem 20 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet werden. Da aber in den gärtnerischen Endverkaufsbetrieben wie Baumschulen und Gärtnereien derzeit kein Verkauf erlaubt ist, stehen viele Existenzen auf dem Spiel. Und das bereits zum zweiten Mal. Denn schon im vergangenen Jahr war diese Branche mit dem Beginn der Pandemie eine der ersten, die unter den Regelungen des Lockdowns zu leiden hatte. Pflanzen kann man nicht befehlen ihr Wachstum einzustellen, was nicht verkauft wird, verdirbt. In der momentanen Situation kommt erschwerend hinzu, dass sich zu Recht viele Einzelhändler beschweren, dass große Discounter durch ein umfangreiches Non-Food-Angebot aktuell sogar zum Profiteur der Coronapandemie werden, während der Fach- und Einzelhandel geschlossen bleiben muss.
Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller, an die sich bereits viele Gärtnereibesitzer hilfesuchend gewandt haben, hat daher in einem offenen Brief an Landwirtschaftsministerin Kaniber appelliert und um eine zeitnahe Eröffnungsperspektive für die bayerischen Gärtnereien und Baumschulen gebeten: „Unsere Gärtnereien-, unsere Baumschulenbesitzer und auch die Blumengeschäfte brauchen eine Öffnungsperspektive, die zeitnahe Planungen möglich machen“, so Müller, „ich hoffe, dass unsere Landwirtschaftsministerin mit dem gegebenen Augenmaß die richtige Entscheidung trifft und unsere Blumenhändler nicht im Stich lässt.“
Die Abgeordnete hat im Ministerium darum gebeten, dass die Gärtnereien und Baumschulen in die Liste der Betriebe aufgenommen werden, die dem täglichen Bedarf dienen und somit ganz für den Kundenverkehr geöffnet werden können. „Gerade in der Zeit des Corona-Blues würden sich viele Menschen am Valentinstag über einen Blumengruß freuen“, kommentiert Müller ihre Initiative und hofft auf gute Nachrichten aus München.
Bildquelle: Büro Müller

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