Leserbrief: Die Krux mit der FUZO

Dass das Auto in der Landshuter Innenstadt zu viel Fläche, ob zum Fahren oder Stehen bekommt, wissen wir alle. Aber es aus manchen Bereichen komplett verbannen zu wollen, kann nicht die Lösung sein. Das Argument, dass es andere Kommunen auch geschafft haben, zählt für mich sowieso nicht. Jede Stadt hat eine andere Historie, Infrastruktur und auch politische Verhältnisse.

Dass die UNTERE Landshuter Neustadt komplett autofrei werden soll, kann ich nicht gutheißen. Wenn man sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt stellt man schnell fest das man das „Problem“ auf die umliegenden Straßen abwälzt, ohne einen Mehrwert zu bekommen. Wir haben zwar viel Durchgangsverkehr, aber auch mindestens in der gleichen Menge Ziel und Quellenverkehr in diesem Bereich. Zum Bsp. Anwohner, Hotelanreisen, Lieferfahrzeuge, Tiefgaragen, sonntäglichen Kirchgänger, Ärzte etc. Für die Leistungen und Gegenleistungen werden eben häufig 4 Räder benötigt. Meine Idee wäre eine Mischung aus Allem zu bekommen, saisonal mehr Fahrradstellplätze und attraktivere konsumfreie Zonen mit viel mehr Grün. Dafür 10/20 oder mehr Parkplätze „opfern“! Über diese Lösungen dann erkennen, wie bereit der Nutzer dafür ist und dann dementsprechend weiterverfahren. Auch über eine Schrittgeschwindigkeit sollte mal nachgedacht werden.
Multifunktionsflächen war das Zauberwort bei der Umgestaltung vor ein paar Jahren. Es ist aber nicht attraktiv genug für Geschäfte und Gastronomie diese Flächen dauerhaft zu bespielen. Abgesehen von den hohen Kosten, die die Stadt dafür aufruft. Sie verdient am meisten mit den Parkgebühren für Autos und hat damit auch den wenigsten Aufwand für die Verwaltung.
Übrigens: Wer die Fußgängerzone Schirmgasse als Pro-Argument aufführt, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Olaf Minet
Bildquelle: h.j.lodermeier

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